Montag, November 29, 2021
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Corona-Strategie der EU: "Wer geimpft ist, darf kommen"

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Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen will die EU die Gültigkeit der digitalen Impfausweise verkürzen – damit sie schneller ankurbeln. Auch die Einreisebestimmungen sollen angepasst werden.

Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei. Das Coronavirus mutiert und verbreitet sich in rasender Geschwindigkeit. Obwohl die Impfraten im Sommer europaweit gestiegen sind, ist mittlerweile klar, dass die Wirkung der Impfstoffe nach vier bis sechs Monaten nachlässt – und damit schneller als erhofft.

Viele Länder setzen mittlerweile auf Auffrischungsimpfungen zur Auffrischung, was EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ausdrücklich für richtig hält. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Geimpften immun bleiben“, sagt sie. „Auffrischimpfungen bieten noch mehr Schutz als die ursprüngliche Impfung. Sie werden viele Krankenhausaufenthalte und Todesfälle verhindern.“

Die EU-Kommission will die Gültigkeit der digitalen Impfbescheinigungen nach einer Grundimpfung auf neun Monate begrenzen, damit Menschen auch nach sechs Monaten die Möglichkeit haben, ihren Impfschutz aufzufrischen – was in einigen Ländern derzeit nicht für jede Altersgruppe möglich ist.

Das muss anders sein, sagt EU-Justizkommissar Didier Reynders, und: Die Befristung für Impfausweise soll auch die Regierungen unter Druck setzen. „Das ist unser Ziel“, erklärt Reynders. „Zu sagen: Wenn Sie das nicht tun, werden Sie nach neun Monaten viele Menschen ohne Impfschutz haben. Deshalb ist es wichtig, nationale Strategien zu entwickeln, damit die Auffrischimpfung nach sechs oder neun Monate.“

Wie lange das Zertifikat nach einer Auffrischung gültig bleiben soll, entscheidet die Kommission erst, wenn ausreichend wissenschaftlich belegt ist, wie sich die Auffrischung auf die Dauer des Impfschutzes auswirkt.

Die Brüsseler Behörde wertet den digitalen Impfausweis als europäische Erfolgsgeschichte. 51 Länder auf fünf Kontinenten nehmen daran teil, zuletzt Singapur und Togo. „Das Zertifikat ist nicht nur in Europa ein großer Erfolg, sondern weltweit“, sagt Justizkommissar Reynders und weist darauf hin, dass der digitale Impfausweis nicht nur die Reisefreiheit innerhalb der EU sichert, sondern auch fester Bestandteil des Anti-Corona-Programms geworden ist Strategien in vielen Mitgliedstaaten, die es Menschen ermöglichen, in Restaurants zu gehen oder Sport zu treiben. Jedes EU-Land entscheidet selbst, welche Türen sich mit dem Zertifikat öffnen.

Die Regelung war eigentlich nur für ein Jahr gedacht, wird aber angesichts der anhaltend grassierenden Pandemie bis auf Weiteres verlängert. Die Kommission will auch die Regeln für nicht unbedingt erforderliche Reisen aus Drittstaaten in die EU anpassen. Ab dem 1. März soll zudem ein Impfnachweis verlangt werden, der nicht älter als neun Monate ist. „Wer geimpft ist, kann kommen“, sagte Innenkommissarin Ylva Johansson.

Wer genesen ist, muss auch einen negativen PCR-Test vorweisen. Dies gilt auch für Reisende, die mit einem in der EU nicht zugelassenen Impfstoff der WHO-Notfallliste geimpft wurden. Auch ungeimpfte Kinder dürfen mit einem PCR-Test einreisen.

Wenn es nach der Kommission geht, gelten ab dem 10. Januar die neuen Regeln für den digitalen Impfausweis. Die Brüsseler Behörde kann jedoch nur Empfehlungen aussprechen. Für Reiseregeln und Gesundheitspolitik sind die Mitgliedsstaaten zuständig.



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