Freitag, Juni 24, 2022
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Coronavirus: Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 348,9

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Das RKI meldete 65.337 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages, die Inzidenz stieg auf 348,9. Die neue omicron-Subvariante BA.5 breitet sich aus. Bayerns Gesundheitsminister Holetschek warnt vor steigenden Zahlen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert mit 348,9 an. Am Vortag lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 318,7 (Vorwoche: 270,3; Vormonat: 507,1).

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI innerhalb eines Tages 65.337 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 41.087) und 77 Todesfälle (Vorwoche: 73) gemeldet. Vergleiche der Daten sind jedoch aufgrund des Testverhaltens, verspäteter Anmeldungen oder Übertragungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle von Wochentag zu Wochentag stark, da immer mehr Bundesländer vor allem am Wochenende nicht an das RKI übermitteln und ihre Fälle später in der Woche melden.

Auch die Inzidenz gibt kein vollständiges Bild der Infektionslage wieder. Experten gehen seit einiger Zeit davon aus, dass es eine Vielzahl von Fällen geben wird, die vom RKI nicht erfasst werden – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Aber nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme zu einer Verfälschung einzelner Tageswerte führen.

26.803.867 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 hat das RKI seit Beginn der Pandemie gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen unentdeckt bleiben.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek warnte vor steigenden Infektionszahlen durch die neue omicron-Subvariante BA.5. Nach Wellen in anderen Ländern sei damit zu rechnen, dass BA.5 in Deutschland bald dominant werde, sagte der CSU-Politiker. „Der Infektionsdruck könnte wieder steigen.“

Holetschek sieht jedoch keinen Anlass, die Corona-Regelungen zu verschärfen. BA.5 scheint keine schwerere Krankheit zu verursachen als frühere Arten der Omicron-Variante des Coronavirus. Dennoch ist dies kein Grund, nachlässig zu sein. Im Herbst ist mit neuen Virusvarianten zu rechnen, die ansteckender und möglicherweise gefährlicher sein könnten.

Holetschek kritisierte den Kurs der Bundesregierung. Das Infektionsschutzgesetz wurde noch nicht an mögliche Entwicklungen angepasst. „Die in der Corona-Thematik zerstrittenen Berliner Ampeln laufen nun Gefahr, den Zug zu verpassen, um rechtzeitig zur Sommerpause des Bundestages die notwendigen Umstellungen vorzunehmen“, erklärte Holetschek.

Die Bundesregierung müsse es den Ländern ermöglichen, „schnell und angemessen“ auf neue Infektionswellen zu reagieren.



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