Sonntag, September 25, 2022
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Dänische Windkraft soll Millionen von Haushalten versorgen

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Dänemark soll als Energielieferant an Bedeutung gewinnen. Bis 2030 will das Land die Windenergie auf hoher See ausbauen – und Millionen deutscher Haushalte mit Strom versorgen. Die Insel Bornholm spielt dabei eine wichtige Rolle.

Deutschland hat sich den Zugang zu deutlich mehr Windenergie aus Dänemark gesichert. Laut dänischem Energieministerium sollen bis 2030 mehrere Offshore-Windparks im Meer Energie liefern. Deutschland soll mindestens drei Gigawatt elektrische Leistung zur Verfügung haben. Damit könnten 4,5 Millionen Haushalte versorgt werden.

Der regenerativ erzeugte Strom soll mit einem 470 Kilometer langen Stromkabel über die Ostseeinsel Bornholm nach Deutschland transportiert werden. Auf Bornholm ist ein großes Energieverteilungszentrum geplant. Beide Länder beabsichtigen, die Investitionen und künftigen Gewinne zu gleichen Teilen zu teilen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sprach von einem Modellprojekt. Es wird dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Bereits im vergangenen Jahr hatten Deutschland und Dänemark damit begonnen, mehrere Windparks in der Ostsee per Kabel miteinander zu verbinden. Bis 2030 will das skandinavische Land vor seinen Küsten fünfmal so viel Windenergie produzieren wie bisher.

Im bisherigen Jahresverlauf lag der Strombedarf in Deutschland zwischen 38 und 68 Gigawatt. Das geht aus den Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor. Mit der jetzt getroffenen Einigung können lastabhängig zwischen etwa vier und etwa acht Prozent des derzeitigen deutschen Stromverbrauchs gedeckt werden.

Bisher beträgt die Kapazität der Offshore-Windparks in Dänemark und Deutschland 1,5 bzw. 1 Gigawatt. Um Europa von der Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland zu befreien, ist „internationale Zusammenarbeit dringender denn je“, sagte der dänische Energieminister Dan Jørgensen. Gleichzeitig geht es beim Klimaschutz um die Reduzierung von Emissionen.

Experten gehen davon aus, dass in Deutschland künftig mehr Strom verbraucht wird – auch wegen der steigenden Zahl von Elektroautos. Zudem dürfte die Nachfrage nach Strom zum Heizen steigen – vor allem durch immer mehr Wärmepumpen in Gebäuden.

Erst vor wenigen Tagen einigten sich Kanada und Deutschland darauf, dass das nordamerikanische Land „grünen“ – also regenerativ erzeugten – Wasserstoff nach Deutschland liefern soll.

Am Dienstag findet auf Bornholm ein Gipfeltreffen zum Ausbau der Windkraft im Ostseeraum statt. Neben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen werden die Staats- und Regierungschefs aus Polen, Litauen, Estland, Lettland und Finnland erwartet.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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