Freitag, Oktober 7, 2022
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Debatte in der Ukraine bei „illner“: Röttgen für die Energie-Untersuchungskommission

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Autorin Sabine Adler kritisiert die bisherige Russlandpolitik von SPD und Union in „krank“. Norbert Röttgen schließt sich seiner Forderung nach einer Untersuchungskommission an.

Sabine Adler legt das Wort in den Mund: „Spielte auch Korruption eine Rolle?“ startet der Autor des Buches („Die Ukraine und wir“) in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Worum geht es? Zur deutschen Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen.

Und noch einmal: „Es wird eine Verarmung der Bevölkerung geben. Das ist nicht Kassandra, das ist die Realität. Das haben wir der SPD und der Cdu/Csu zu verdanken.“ Deshalb braucht es eine Untersuchungskommission im Bundestag, um die Verantwortlichen zu ermitteln.

Norbert Röttgen (CDU) stimmt zu. Adler räumt gegenüber dem Politiker ein, dass er als „große Ausnahme“ die Energiedeals anfangs kritisiert habe. „Die meisten Gremien sind in die falsche Richtung gegangen“, sagt Röttgen.

Auch Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Protagonistin der Gaspipeline Nord Stream 2, müssen wir ausdrücklich erwähnen: „Es muss Pferd und Reiter heißen“, fordert Adler.

„Die Untersuchungsausschüsse setzen sich aus der Opposition zusammen“, sagt SPD-Chef Lars Klingbeil. Und er verweist auf den „breiten gesellschaftlichen Konsens, dass wir russisches Gas gerne günstig bekommen“.

Der Parteichef räumt ein, dass die SPD die Signale des russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Georgien 2008 oder 2014 auf die Krim nicht erkannt habe. Das gelte aber für deutsche Regierungsbeamte im Allgemeinen.

Röttgen ist skeptisch. Der frühere deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Frisch, stellt fest, dass Putin noch nie so viel Druck ausgesetzt war, sowohl national als auch international. „Der Kampf gegen die Faschisten hat die Menschen einst geeint“, sagte Frisch.

Im Moment sind die meisten noch auf Putins Seite, aber das müssen sie nicht bleiben.

Letztlich, so der Militärexperte Carlo Masala, führe die Teilmobilisierung nun zum Krieg gegen ethnische Russen. „Es ist ein Akt der Verzweiflung, der eher innenpolitisch motiviert ist.“ Reservisten sind nicht sehr gut ausgebildet und es fehlt an Ausrüstung. Masala spricht von „Kanonenfutter“.

Putins Abschreckungspolitik ist verschwunden. Daher ist die Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen trotz der jüngsten Drohungen nicht gestiegen. „Ich glaube nicht, dass China und Indien auf seiner Seite wären“, sagt Masala. Schließlich verursachte Putin seine eigene internationale Isolation.

Die ausländische ZDF-Journalistin Katrin Eigendorf weist auf die „enormen Verluste“ unter den ukrainischen Soldaten hin. Und er kritisiert die aus seiner Sicht zu zögerlichen „westlichen“ Waffenlieferungen, die die Ukraine mit Menschenleben kompensieren müsse.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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