Donnerstag, Februar 2, 2023
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Debatte um Kampfpanzerlieferung Report: Washington ist extrem sauer auf Scholz

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Deutschland macht sich derzeit bei seinen Verbündeten unbeliebt: Die Weigerung der Kanzlerin, Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, sorgt vor allem bei den Amerikanern für erheblichen Unmut. Laut einem Bericht war das Treffen des US-Verteidigungsministers im Kanzleramt „angespannt“.

Die Zurückhaltung der Bundesregierung, Kampfpanzer an die Ukraine zu liefern, hat bei den deutschen Verbündeten großen Unmut ausgelöst. Beim Besuch von Lloyd Austin in Berlin und Ramstein am Donnerstag und Freitag versuchte der US-Verteidigungsminister vergeblich, Deutschland dazu zu bewegen, zumindest Exportgenehmigungen für Drittstaaten zu erteilen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf einen internen Bericht aus amerikanischen Regierungskreisen. Dem Bericht zufolge geriet Austin bei seinem Besuch im Bundeskanzleramt mit Bundeskanzler Wolfgang Schmitt in heftigen Streit.

Da Verteidigungsminister Boris Pistorius erst am Donnerstag vereidigt wurde und die Rüstungsexportentscheidung ohnehin im Kanzleramt und bei Bundeskanzler Olaf Scholz fällt, fanden die ernsthaften Debatten um Rüstungslieferungen mit Bundeskanzler Schmidt statt. Das Treffen zwischen Schmidt und Austin sei „angespannt“.

Gerüchte, dass die Bundesregierung selbst nur dann bereit wäre, „Leopard-Kampfpanzer“ an die Ukraine zu liefern, wenn das Weiße Haus auch seine Abrams-Kampfpanzer liefert, brachten offenbar das Fass zum Überlaufen. Dem Bericht zufolge erhielt Austin diese Informationen auf dem Weg nach Berlin. Das Weiße Haus griff daraufhin mit ungewöhnlicher Härte ein.

US-Sicherheitsberater Jake Sullivan rief im Kanzleramt an und sprach mit Scholz‘ außenpolitischem Berater Jens Plötner. Laut „Süddeutscher Zeitung“ verlas Sullivan den „Riot Act“ – eine Formulierung, die eine besonders harte Auseinandersetzung in diplomatischen Kreisen beschreibt.

Die amerikanische Seite bekräftigte, dass es keine gemeinsame Lieferung von Abrams- und „Leopard“-Kampfpanzern geben könne. Austin wies darauf hin, dass der Umzug und Betrieb der Abrams zu kostspielig und zeitaufwändig wäre. Der US-Verteidigungsminister betonte in diesem Zusammenhang auch, dass die USA bereits weit mehr Rüstungsgüter als Deutschland geliefert hätten – darunter auch Sprengkörper, die durchaus die Krim treffen könnten.

Die russische Führung hat wiederholt betont, dass sie die Krim und andere rechtswidrig annektierte Gebiete der Ukraine als russisches Territorium anerkennt. Sollte die Ukraine versuchen, diese Gebiete zurückzuerobern, würde Russland dies als offensiven Angriff ansehen. Die NATO-Staaten haben der Ukraine bereits zahlreiche schwere Waffen zur Verfügung gestellt, die auch zur Rückeroberung von Gebieten eingesetzt werden können, darunter Artillerie und Mehrfachraketenwerfer.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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