Mittwoch, Februar 1, 2023
StartNACHRICHTENDemonstration vor der türkischen Botschaft: Ankara lädt schwedische Minister ein

Demonstration vor der türkischen Botschaft: Ankara lädt schwedische Minister ein

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Die Türkei ist wütend, dass eine rechte Demonstration vor ihrer Botschaft in Stockholm genehmigt wurde. Deshalb sagt Ankara den Besuch des schwedischen Verteidigungsministers ab.

Die türkische Regierung hat einen Besuch des schwedischen Verteidigungsministers Pal Jonson in Ankara am 27. Januar abgesagt. Hintergrund sind die für diesen Samstag geplanten Proteste in Stockholm, bei denen sogar ein Koran verbrannt werden soll.

Schweden hat es versäumt, mit „ekelhaften“ antitürkischen Protesten auf seinem Boden fertig zu werden, sagte die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf den türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar.

Ankara ist schockiert, dass die schwedischen Behörden dem in Dänemark geborenen Rechtsextremisten Rasmus Paludan erlaubt haben, vor der türkischen Botschaft in Stockholm zu demonstrieren. Er hatte Pläne angekündigt, ein Exemplar des Korans zu verbrennen. Auch in Stockholm wurden am Samstag mehrere pro-kurdische und pro-türkische Demonstrationen erwartet.

Der Sprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, schrieb auf Twitter, die Demonstration trotz „aller unserer Warnungen“ zuzulassen, komme einer „Förderung von Hassverbrechen und Islamophobie“ gleich. Der „Angriff auf heilige Werte“ sei „nicht Freiheit, sondern moderne Barbarei“.

Bei seinem Besuch in Ankara wollte Jonson sicherstellen, dass die Türkei den NATO-Beitritt des Landes nicht länger blockiert. Schweden und das benachbarte Finnland beantragten im Mai 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Mitgliedschaft. Alle 30 NATO-Mitglieder müssen die Vorschläge ratifizieren.

Die Türkei wirft Schweden unter anderem vor, „terroristische Organisationen“ zu unterstützen, und fordert Stockholm unter anderem auf, härter gegen kurdische Aktivisten vorzugehen, die die türkische Regierung als „Terroristen“ einstuft.

Jonson spielte herunter, um seinen Besuch abzusagen. „Gestern traf ich meinen türkischen Kollegen Hulusi Akar auf dem US-Militärflughafen in Ramstein, Deutschland“, twitterte er am Samstag. „Wir haben beschlossen, das geplante Treffen in Ankara auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben“.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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