Freitag, August 12, 2022
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Der Tag des Krieges im Überblick Der erste Getreidefrachter erreicht die türkische Küste – laut Schoigu dauern die Kämpfe in Donezk an "nach Plan"

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26.000 Tonnen Mais haben Odessa verlassen und sind nun in türkische Gewässer gelangt. Bevor Sie fortfahren, ist jedoch eine Inspektion erforderlich. In der Region Donezk wird derweil heftig gekämpft. Obwohl Russland dort wenig Boden gut macht, sehen sie Fortschritte wie geplant. Auch die USA haben neue Sanktionen gegen russische Oligarchen verhängt. Es trifft den ganz engen Kreis um Kreml-Chef Putin. Der 160. Kriegstag auf einen Blick.

Das erste Schiff mit ukrainischem Getreide erreicht die türkische Küste

Das erste Frachtschiff mit ukrainischem Getreide seit Beginn des russischen Angriffskrieges hat die türkische Küste erreicht. Das Schiff war nahe der Einfahrt zum Bosporus in türkische Gewässer eingelaufen. Das mit 26.000 Tonnen Mais beladene Frachtschiff „Razoni“ hat am Montagmorgen den ukrainischen Hafen von Odessa verlassen. Ziel ist die libanesische Hafenstadt Tripolis. Bevor es dorthin geht, soll es nun von Vertretern Russlands, der Ukraine, der Türkei und der UN inspiziert werden. Die Inspektion soll auf offener See vor Istanbul stattfinden, das Schiff soll also nicht in den Hafen einlaufen.

US-Regierung verhängt Sanktionen gegen Putin-Vertraute und mutmaßliche Liebhaber

Die USA haben neue Sanktionen gegen russische Oligarchen verhängt. Die Strafmaßnahmen verursachten „hohe Kosten für diejenigen, die den Krieg von Präsident Wladimir Putin unterstützen“, teilte das US-Finanzministerium mit. Finanzministerin Janet Yellen betonte: „Während unschuldige Menschen unter Russlands illegalem Angriffskrieg leiden, haben sich Putins Verbündete bereichert und einen opulenten Lebensstil finanziert.“ Von den Sanktionen betroffen sind unter anderem Andrei Gurjew, ein enger Freund Putins, und sein Sohn. Ausdrücklich erwähnt wurde die Luxusyacht „Alfa Nero“, die Guryev 2014 für 120 Millionen Dollar gekauft haben soll. Die Geräte, die den Standort der Yacht verfolgen, seien angeblich abgeschaltet worden, um eine Beschlagnahme zu vermeiden, heißt es in der Erklärung. Ebenfalls auf der Liste steht die ehemalige Olympiasiegerin der rhythmischen Sportgymnastik Alina Kabaeva. Sie soll Putins heimliche Geliebte sein.

Gouverneur: 53 Siedlungen in Cherson zurückerobert

Die ukrainische Gegenoffensive in der von Russland gehaltenen Region Cherson schreitet laut dem Gouverneur voran. Das ukrainische Militär habe seit Beginn der russischen Invasion vor etwa fünf Monaten 53 Städte in der Region zurückerobert, sagte Gouverneur Dmitri Butri im Staatsfernsehen. Das sind neun Städte mehr als am Montag angekündigt. In der ersten Kriegsphase hatte Russland große Teile der Südukraine erobert. Die Ukraine hat eine Gegenoffensive mit im Westen hergestellten Langstreckenwaffen gestartet.

Heftiges Kämpfen um Bakhmut im Gebiet Donetsk

Die Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen in der ostukrainischen Region Donezk dauern um die Stadt Bachmut an. Auch in Richtung Soledars, acht Kilometer nördlich, habe es russische Vorstöße gegeben, teilte der ukrainische Generalstab mit. Russische Angriffe an mehreren Orten südlich von Bachmut seien hingegen weitgehend abgewehrt worden, hieß es. Diese Informationen konnten nicht unabhängig überprüft werden. Der ukrainische Generalstab meldete einen russischen Angriff im Norden der Region Cherson an der Grenze zur benachbarten Region Dnipropetrowsk.

Unterdessen berichtet Russland, dass sie ukrainische Streitkräfte in den Regionen Mykolajiw und Charkiw angegriffen haben. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass es auch Todesopfer gegeben habe.

Schoigu: „Donezk wird planmäßig befreit“

Trotz ausbleibender großer Erfolge in den vergangenen Wochen läuft für die russische Armee alles nach Plan. „Nach der Übernahme der Kontrolle über das Territorium der Volksrepublik Lugansk wird die Volksrepublik Donezk wie geplant befreit“, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu laut der Agentur Interfax. Anfang Juli kündigte Russland die Eroberung der ostukrainischen Region Luhansk an – hat seitdem aber nur relativ wenig Territorium im benachbarten Donezk hinzugewonnen.

Russland: Die USA sind direkt in den Konflikt in der Ukraine verwickelt

Russland wirft den USA eine direkte Beteiligung am Ukraine-Konflikt vor. US-Spione würden ukrainische Raketenangriffe auf russische Streitkräfte genehmigen und koordinieren, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Der stellvertretende Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Vadim Skibitsky, gab gegenüber der Zeitung Telegraph zu, dass die US-Seite die Raketenangriffe koordiniert habe. „All dies liefert unbestreitbare Beweise dafür, dass Washington entgegen den Behauptungen des Weißen Hauses und des Pentagon direkt in den Konflikt in der Ukraine verwickelt ist“, sagte das Ministerium.

Medwedew nennt Georgien und Kasachstan „künstliche Staaten“

Der frühere russische Präsident und Ministerpräsident Dmitri Medwedew deutete auf Telegram eine mögliche Annexion Georgiens und Kasachstans an. Das osteuropäische Medienprojekt Nexta berichtet, dass er in einem Beitrag die beiden Länder als „Kunststaaten“ bezeichnet habe und dass „alle Menschen, die in der einst so großen und mächtigen UdSSR lebten, bald wieder in Freundschaft zusammenleben werden“.

„Desolierter Zustand“: Spanien schließt Leopard-Panzerlieferung aus

Eigentlich wollte Spanien rund 40 in Deutschland hergestellte Kampfpanzer Leopard 2 A4 an die Ukraine übergeben, doch das Land hat eine Lieferung nun ausgeschlossen. Die Panzer seien in „absolut desolatem Zustand“ und überhaupt nicht einsatzbereit, sagte die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles bei einem Besuch auf dem Luftwaffenstützpunkt Torrejón de Ardoz bei Madrid. Die in Saragossa eingemotteten Kampffahrzeuge seien in einem so schlechten Zustand, dass sie sogar eine Gefahr für ihre Betreiber darstellen könnten, betonte der Minister gegenüber Journalisten, wie der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien berichteten.

Zelenskyj für gleichgeschlechtliche Partnerschaften in der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich dafür ausgesprochen, eingetragene gleichgeschlechtliche Partnerschaften in seinem Land zuzulassen. Das geht aus Selenskyjs Antwort auf eine Online-Petition hervor, die die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen in der Ukraine fordert. Seit Anfang Juni wurden mehr als 28.000 Unterschriften gesammelt. Selenskyj schrieb, dass nach der ukrainischen Verfassung die Ehe ein Bund zwischen einem Mann und einer Frau sei. Unter den Bedingungen des Kriegsrechts konnte die Verfassung nicht geändert werden. Allerdings hat die Regierung bereits Möglichkeiten zur Legalisierung eingetragener Partnerschaften vorbereitet.

Die Luftwaffe übernimmt die Überwachung des NATO-Luftraums über den baltischen Staaten

Die Bundeswehr überwacht in den kommenden neun Monaten den Luftraum über den baltischen Nato-Staaten Estland, Lettland und Litauen. Ein Luftwaffengeschwader hat heute auf dem estnischen Luftwaffenstützpunkt Ämari das Kommando von Frankreich übernommen. Dafür wurden Ende Juli fünf „Eurofighter“ ins benachbarte Russland verlegt. Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur sagte, Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine habe „die NATO-Mission noch wichtiger gemacht“. Dies zeigt, dass Estland auf die Unterstützung aller Verbündeten zählen kann.

Weitere wichtige Texte zum Ukrainekrieg:

Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in unserem Live-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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