Donnerstag, Januar 20, 2022
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Der Vorsitzende der Susanne Johna – Ärztekammer warnt vor den Ausnahmen von der Quarantäne

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Der Marburger Bund sieht die Quarantäne-Ausnahmen für Aufgerüstete und Genesene kritisch. Diese könnten zu weiteren Infektionen führen, sagte Verbandschefin Johna dem ZDF.

Die Omicron-Variante provoziert Diskussionen – in der Politik und in der Bevölkerung. Die neuen Quarantäneregeln sollen vor drohenden Ausfällen kritischer Infrastrukturen schützen. Sie sollen heute vom Bundesrat beschlossen werden.

Die Regeln sehen unter anderem vor, dass man sich nach einer bestätigten Infektion oder als Kontaktperson nach sieben Tagen mittels PCR oder einem zertifizierten Antigen-Schnelltest testen lassen kann.

Kontaktpersonen von Infizierten müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie hochgestuft wurden oder im letzten Quartal die zweite Impfung erhalten haben oder genesen sind.

Das gelte auch dann, wenn sie sehr enge Kontaktpersonen seien, also mit Infizierten zusammenleben, erklärte die Präsidentin der Ärztekammer Marburger Bund, Susanne Johna, im ZDF-Morgenmagazin.

Generell ist es aber richtig, die Quarantäne- und Isolationszeiten zu verkürzen, da die inzwischen vorherrschende Omicron-Kronenvariante eine kürzere Generationszeit hat. Das bedeutet, dass die Viruslast schneller ansteigt, dann aber wieder schneller abfällt.

Experten prognostizieren vor allem einen möglichen Mangel an PCR-Tests, wenn sich die Omcron-Variante des Coronavirus in Deutschland in den kommenden Wochen rasant ausbreitet. Für Krankenhaus- und Pflegepersonal beispielsweise sieht Vereinsvorsitzende Johna eine Lösung darin, zwei Schnelltests an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchführen zu können.

Schnelltests sind zwar weniger zuverlässig als Antigen-Schnelltests, stellen aber eine Alternative dar: „Zwei Tests sind noch besser als einer“, sagt Johna im ZDF-Morgenmagazin.

Impfpflichten sorgen nicht nur in der Bevölkerung für Diskussionen, auch in der Politik herrscht Uneinigkeit. Bisher gibt es keine konkreten Vorschläge, wie die Impfpflicht aussehen könnte oder für wen sie gelten soll.

Laut Johna kann es auch eine pandemiebedingte Impfpflicht geben, eine vorübergehende Pflicht. Man könne ihn zum Beispiel auf zwei Jahre setzen, dann die Lage neu bewerten, ähnlich wie beim bundesweiten Epidemie-Notstand, erklärt Johna.

Wichtig ist vor allem eines: „Die Impfung lohnt sich jetzt auch“, betont Johna. Insbesondere die Auffrischungsimpfung ist von enormer Bedeutung, da sie die Impfung nur vervollständigt und zudem das Risiko einer Krankenhauseinweisung stark reduziert. Weitere Corona-Impfungen sind unabdingbar, um die „Mikrometerwand“ abzuflachen.

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