Sonntag, August 14, 2022
StartNACHRICHTENDeutsche Exporte steigen im Juni auf Rekordniveau

Deutsche Exporte steigen im Juni auf Rekordniveau

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Nach einem starken Juni erzielten Deutschlands Exporteure im ersten Halbjahr ein kräftiges Plus. Auch mit Russland hat sich der Handel trotz der Sanktionen wieder belebt.

Deutsche Exporteure konnten im Juni von einer hohen Nachfrage profitieren. Die Exporte wuchsen im Juni um 4,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichten damit einen Rekordwert von 134,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies ist die dritte Erhöhung in Folge.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Juni in die Vereinigten Staaten. Kalender- und saisonbereinigt wurden dort 6,2 Prozent mehr Waren exportiert als im Mai. Insgesamt beliefen sich die US-Exporte auf 14,2 Milliarden Euro.

Im gesamten ersten Halbjahr wuchsen die deutschen Exporte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,0 Prozent auf 754,2 Milliarden Euro. Dennoch warnen Ökonomen angesichts der guten Zahlen vor zu viel Euphorie: «Preiserhöhungen können das nominale Exportvolumen erhöhen, ohne dass tatsächlich mehr exportiert wird», sagt der Chefökonom der VP Bank, Thomas Gitzel.

Auch die Importe stiegen im Juni den fünften Monat in Folge. Allerdings fiel der Anstieg mit 0,2 Prozent deutlich schwächer aus als in den Vormonaten. Die Handelsbilanz – Exporte minus Importe – zeigte im Juni erneut ein deutliches Plus von 6,4 Milliarden Euro.

Der Warenhandel Deutschlands mit Russland ist im Juni erneut gestiegen: Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes legten die deutschen Exporte im Vergleich zum Mai um 14,5 Prozent zu, die Importe um 4,8 Prozent. Das Handelsvolumen ist immer noch deutlich geringer als vor dem russischen Angriff auf die Ukraine: Im Vergleich zum Juni 2021 sind die Exporte nach Russland um 40,3 Prozent eingebrochen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor einer schwierigen zweiten Jahreshälfte für die Exportwirtschaft. „Lieferkettenstörungen und hohe Kosten für Energie, Rohstoffe und importierte Vorleistungen behindern weiterhin die Produktion, auch in der exportorientierten deutschen Industrie“, sagte DIHK-Außenwirtschaftsexpertin Carolin Herweg: „Die sich abkühlende Konjunktur bei wichtigen Exportpartnern wie den USA , China oder der Eurozone, dämpft auch die Nachfrage nach Produkten ‚Made in Germany‘.“

Auch die Stimmung unter den Exporteuren trübte sich zu Beginn des zweiten Halbjahres ein. Die vom ifo Institut ermittelten Exporterwartungen sanken im Juli auf minus 0,5 Punkte von plus 3,4 Punkten im Juni. „Die Gasknappheit belastet die Aussichten für den deutschen Export“, sagte das Institut.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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