Samstag, Oktober 1, 2022
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Deutsche Gasspeicher sind trotz Lieferstopps zu 90 Prozent gefüllt

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Trotz der unterbrochenen russischen Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 haben die deutschen Gasspeicher einen Füllgrad von 90 Prozent erreicht. Volle Speicher gelten als wichtiges Element, um ohne Gasabschaltung durch den Winter zu kommen.

Trotz des Stopps der Gaslieferungen aus Russland im August sind die deutschen Gasspeicher inzwischen zu mehr als 90 Prozent gefüllt. Diese basiert auf Daten von europäischen Speicherbetreibern. Demnach erreichte der Speicher am vergangenen Sonntag einen Stand von 90,07 Prozent. Die Informationen werden immer mit Verzögerung gemeldet.

Deutschland hat laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Chance, trotz fehlender russischer Gaslieferungen gut durch den Winter zu kommen. Allerdings müssten dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, sagte Habeck gestern. In Deutschland soll viel Energie gespart werden und man muss Glück mit dem Wetter haben. Im Winter soll das Gas aus den Speichern bereitgestellt werden. „Das heißt aber auch, dass die Speicher am Ende des Winters wieder leer sind, in diesem Fall wirklich leer, weil wir das Gas verbrauchen.“ Dann heißt es schnell wieder speichern.

Für den Winter strebt die Bundesregierung an, die Speicher bis Anfang November zu 95 Prozent gefüllt zu haben. Diese Gasmenge entspricht in etwa dem deutschlandweiten Verbrauch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2022. Die Zwischenziele von 75 Prozent und 85 Prozent wurden Mitte August und Anfang September früher als geplant erreicht.

Die Gasspeicher dienen als Puffer für den Gasmarkt und sollen Schwankungen im Gasverbrauch ausgleichen. In der Regel sind sie gut gefüllt, wenn im Herbst die Heizperiode beginnt. An besonders kalten Tagen im Winter werden bis zu 60 Prozent des Gasverbrauchs aus dem Speicher gedeckt.

Um einen möglichen Totalausfall russischer Lieferungen im Winter besser zu verkraften, will die Bundesregierung mit verschiedenen Maßnahmen möglichst hohe Werte zu Beginn der Heizperiode erreichen. Deutschland bezieht derzeit Erdgas über Pipelines aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien. Zum Jahreswechsel sollen an der deutschen Nordseeküste die ersten beiden Terminals zur Anlandung von verflüssigtem Erdgas in Betrieb genommen werden.

Nach Angaben der Betreiber sind die Gasspeicher in der EU im Schnitt zu knapp 86 Prozent gefüllt. Seit dem Frühjahr dieses Jahres schreiben EU-weite Vorschriften vor, dass die Lagertanks bis zum 1. November zu 80 Prozent gefüllt sein müssen – ein Ziel, das bereits Ende August erreicht wurde. 18 Mitgliedstaaten verfügen über unterirdische Gasspeicheranlagen.

Der Füllgrad des größten deutschen Speichers im niedersächsischen Rehden liegt derzeit bei fast 75 Prozent. Aufgrund geplanter Wartungsarbeiten an diesem Lager findet seit vergangenem Montag keine Einlagerung mehr statt. Die Wartung soll bis nächsten Samstag andauern.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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