Montag, August 15, 2022
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Deutschland im EU-Vergleich vorne: Über 17.556 lokale Mitarbeiter eingestellt

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Deutschland hat mehr als 17.000 einheimische Arbeiter und ihre Familien aus Afghanistan aufgenommen. Tausende Menschen warten noch immer auf die Einreise ins Land.

Seit dem Abzug der Nato-Streitkräfte aus Afghanistan vor rund einem Jahr hat Deutschland die Aufnahme von insgesamt 23.614 ehemaligen einheimischen Arbeitern und afghanischen Familienangehörigen zugesagt. Bisher seien 17.556 tatsächlich eingereist, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Das Bamf bestätigte die Zahlen.

Von den gleichen Mitarbeitern vor Ort, etwa zivile Helfer der Bundeswehr oder Dolmetscher, haben 5.141 eine Aufnahmebestätigung erhalten, 3.756 davon sind bereits in Deutschland. Die weitaus größere Zahl besteht aus Familienmitgliedern.

Im internationalen Vergleich stehe Deutschland besser da als andere europäische Länder, schreibt die Zeitung. Nach Angaben der britischen Botschaft reisten 10.100 Afghanen, die für das britische Militär arbeiteten, einschließlich ihrer Familien nach Großbritannien.

Die Farnesina hat bisher 1.218 Visa „mit räumlich begrenzter Gültigkeit“ an afghanische Staatsbürger ausgestellt, 278 sind über humanitäre Korridore in das Land eingereist.

Die nordrhein-westfälische Ministerin für Flucht und Integration, Josefine Paul (Verdi), bat um großzügigere und schnellere Hilfe. „Ich würde mir wünschen, dass die Bundesregierung das Aufnahmeprogramm schnell umsetzt“, sagte er der Zeitung. Richtig ist, dass Außenministerin Annalena Baerbock (Verdi) das Thema kurz nach ihrem Amtsantritt ganz oben auf die politische Agenda gesetzt hat.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), sagte, Deutschland habe bisher mehr Afghanen aufgenommen als andere Nato-Staaten.

Der Bundestag hat eine Untersuchungskommission eingesetzt, um den Nutzen des fast 20-jährigen Einsatzes in Afghanistan wissenschaftlich begleitet zu hinterfragen und Lehren für die Zukunft zu ziehen.

Im August 2021 übernahmen die militanten Taliban-Islamisten die Macht in Kabul. Sie stießen auf wenig Widerstand bei den afghanischen Streitkräften, zu deren Aufstellung auch die Bundeswehr beigetragen hatte. Zuvor hatte die Bundeswehr Afghanistan im Juni 2021 schneller als erwartet verlassen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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