Donnerstag, Juni 30, 2022
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"Deutschland kann mehr" Lambsdorff fordert Tempo "Marder"-Lieferung in die Ukraine

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Die Bundesregierung hat Zusagen gemacht, Kritik an den schleppenden Waffenlieferungen an die Ukraine gab es jedoch. Die FDP will zumindest Schützenpanzer „Marder“ schnell und direkt ausliefern. „Wir hoffen, dass wir dazu in der Bundesregierung einen Konsens erzielen können“, sagt Fraktionsvorsitzender Lambsdorff.

Die FDP will sich in der Regierungskoalition für eine schnelle und direkte Lieferung von Schützenpanzern „Marder“ in die Ukraine einsetzen. Die Bundesregierung sollte den Ukrainern mehr Unterstützung für den Schützenpanzer „Marder“ geben, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff der „Augsburger Allgemeinen“. „Wir als FDP sagen auch, dass Deutschland mehr tun kann und sollte“, sagte der Außenpolitiker. „Wir hoffen, dass wir in der Bundesregierung dazu einen Konsens erzielen können.“

Lambsdorff betonte, der „Marder“ sei ein Schützenpanzer und kein Kampfpanzer. „Sie stehen im Hof ​​bereit, sie könnten vorbereitet und geliefert werden“, fügte er hinzu. „Wir als FDP sind der Meinung, dass dies auch geschehen sollte.“

Die Ukraine will schwere Waffen von Deutschland. Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Lieferung von 88 gebrauchten und wiederaufbereiteten „Mardern“ angeboten. Die Bundesregierung hat sich nach aktuellem Stand noch nicht dazu entschieden. Sie sollen ihren Plänen zufolge nur für einen Ringtausch mit Nato-Partnern genutzt werden: Länder wie Tschechien und Griechenland würden sie dann als Entschädigung erhalten, wenn sie ihrerseits alte sowjetische Panzer aus ihren Beständen in die Ukraine liefern.

Lambsdorff war zurückhaltender, die ebenfalls von der Ukraine gewünschten Panzer „Leopard I“ zu liefern. „Mit dem ‚Leopard‘ sehen wir, was die Verbündeten machen“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende. „Es gibt in der Ukraine keine französischen, britischen, italienischen oder amerikanischen Kampfpanzer. Insofern gibt es auch keine deutschen ‚Leopard‘-Panzer.“

Daran wird sich auch mit der geplanten Auslieferung der Panzerhaubitze 2000 nichts ändern. „Haubitzen sind keine Gefechtsfeldwaffen und daher nicht mit Kampfpanzern zu verwechseln, die direkte Gefechte führen können“, betonte Lambsdorff.

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