Dienstag, August 9, 2022
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Die britische Zentralbank erhöht die Zinsen um 0,5 Prozent

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Die Bank of England erhöht die Zinsen um einen halben Prozentpunkt auf 1,75 Prozent, um die hohe Inflation unter Kontrolle zu bringen. Es ist die größte Zinserhöhung der Zentralbank seit 27 Jahren.

Die britische Zentralbank hat ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 1,75 Prozent erhöht. Seit der Unabhängigkeit der Bank of England (BoE) im Jahr 1997 wurden die Zinssätze nicht mehr so ​​stark erhöht. Der geldpolitische Ausschuss stimmte der Zinserhöhung mit einer klaren Mehrheit von acht zu eins zu. Das Pfund schwächte sich nach der Zinsentscheidung ab. Die britische Währung fiel auf ein Tagestief.

In Großbritannien steht die Notenbank seit langem unter Druck, die grassierende Inflation einzudämmen. Die Inflationsrate war zuletzt auf 9,4 Prozent gestiegen, das ist der höchste Wert seit 40 Jahren. Das Ziel ist eine Inflation von zwei Prozent.

Die Märkte hatten mit einem deutlichen Anstieg gerechnet. Die Währungshüter in London hatten die Zinsen seit Dezember 2021 sukzessive angehoben, allerdings nur in kleinen Schritten. „Aus Sicht eines Beobachters bei der EZB mag es überraschen, aber die Bank of England sieht sich im Vereinigten Königreich öffentlicher Kritik wegen eines als zu expansiv empfundenen geldpolitischen Kurses ausgesetzt“, sagt LBBW-Analyst Dirk Chlench. Die Zentralbank hatte bereits im Dezember 2021 und damit früher als andere Zentralbanken in großen Ländern auf einen Zinserhöhungspfad umgeschaltet.

Experten zufolge dürfte der Inflationsschub im Vereinigten Königreich länger anhalten als in vielen anderen Volkswirtschaften. Auch der Austritt des Landes aus der Europäischen Union spielt eine Rolle, was sich unter anderem auf den Handel auswirkt. Die Bank of England geht davon aus, dass die Verbraucherpreise in den kommenden Monaten weiter steigen werden. Es wird angenommen, dass Preiserhöhungen die Inflation im vierten Quartal noch weiter auf rund 13 Prozent treiben werden, heißt es in dem heute veröffentlichten Bericht der Zentralbank.

Die Währungshüter gehen davon aus, dass Großbritannien im vierten Quartal dieses Jahres voraussichtlich in eine Rezession abgleiten wird. Auch die Arbeitslosigkeit könnte ab dem nächsten Jahr steigen.

Die Finanzmärkte waren darauf vorbereitet, dass die BoE dem Beispiel der Europäischen Zentralbank (EZB) folgt. Diese leitete kürzlich mit einem großen Schritt ihre Zinswende ein und erhöhte zudem den Leitzins um 0,5 Prozent.

Zentralbanken auf der ganzen Welt stehen unter Druck, die hohen Inflationsraten einzudämmen, die derzeit durch explodierende Energiekosten und Lieferkettenprobleme getrieben werden. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte angehoben.

Höhere Preise für Rohstoffe und handelbare Güter würden die Verbraucherpreise weltweit unter Druck setzen, heißt es in dem Bericht der Bank of England. Allerdings sind die Prognosen für die globale Inflation und die wirtschaftliche Tragfähigkeit mit erheblichen Risiken behaftet und hängen vor allem von der Entwicklung der geopolitischen Spannungen ab.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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