Sonntag, Oktober 2, 2022
StartNACHRICHTENDie Frauen-Bundesliga startet in die neue Saison

Die Frauen-Bundesliga startet in die neue Saison

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Eintracht Frankfurt und Bayern München eröffnen am Freitag (16. September 2022, 19.15 Uhr) die Bundesliga-Saison – ein Highlight gleich zu Beginn, zumal die Partie im großen Frankfurter Stadion ausgetragen wird. Wir blicken auf die wichtigsten Themen vor der neuen Saison.

Double-Sieger VfL Wolfsburg geht als Favorit in die Saison. Die „Wölfe“ haben sich klugerweise verstärkt: Top-Talent Jule Brand kam von der TSG Hoffenheim, die slowenische Nationalspielerin Sara Agrež von Turbine Potsdam ist eine weitere Option für die Abwehr, ebenso wie Marina Hegering, die nach ihrer Spielerkarriere in den Trainerstab wechseln soll.

Die nominell wichtigste Veränderung gab es im Tor: Almuth Schult verabschiedete sich vom Angel City FC in den USA in die National Womens Soccer League, für sie kam Merle Frohms aus Frankfurt. Ein logischer Wechsel für die Abo-Meister der letzten Jahre, löste doch Frohms auch in der Nationalmannschaft Schult als Nummer eins ab.

Die größte deutsche Konkurrenz kommt aus München. Nach dem Trainerwechsel zum Ende der vergangenen Saison ist der FC Bayern offensiv eingestellt, der Transfer von Europameisterin Georgia Stanway an die Isar ist ein klares Signal. Der neue Trainer Alexander Straus möchte einen dominanten Ballbesitzfußball spielen. Das gelang dem Norweger bei seinem bisherigen Klub SK Brann (ehemals Sandviken TF) eindrucksvoll.

Hinter den beiden Topteams steht eine Menge: In der vergangenen Saison schlug Eintracht Frankfurt Turbine Potsdam und die TSG Hoffenheim im Kampf um Platz drei. Die Eintracht ist in der Qualifikation an Ajax Amsterdam gescheitert. Die Eintracht ist auch in diesem Jahr wieder ein heißer Anwärter auf den dritten Platz, Trainer Niko Arnautis hat rund um Nationalspielerin Laura Freigang einen hochkarätigen Kader.

Dahinter könnten Bayer Leverkusen und überraschend der 1. FC Köln in das Rennen um Platz drei einsteigen. In Leverkusen soll an der Professionalisierung der Strukturen gearbeitet werden. Achim Feifel beispielsweise wechselte von der Trainerbank auf den neu geschaffenen Posten des Sportdirektors, auch die firmeneigene Nachwuchsarbeit soll verbessert werden.

Mit einem erfahrenen Kader konnte der 1. FC Köln in der vergangenen Saison recht entspannt in den Abstiegskampf blicken. Die Grundstruktur des Kaders blieb erhalten, zudem setzte der FC mit den Neuzugängen Sarah Puntigam (HSC Montpellier) und Selina Cerci (Turbine Potsdam) zwei Ausrufezeichen. Große Hoffnungen ruhen vor allem auf dem 22-jährigen Cerci, obwohl der treffsichere Angreifer (13 Tore in 14 Spielen letzte Saison) noch immer von einem Kreuzbandriss genesen ist.

Schwer wird es für den Vorjahresvierten Turbine Potsdam: Die vergangenen Monate waren unruhig, im Winter wurde der Vertrag von Trainer Sofian Chahed verlängert. Nach der Niederlage im Pokalfinale wurde Chahed dann entlassen, Spieler sagten später anonym, es habe seit längerer Zeit „zwischenmenschliche und kommunikative“ Unstimmigkeiten zwischen dem Ex-Trainer und der Mannschaft gegeben.

Im Sommer verließen 14 Spieler den Verein, darunter viele Stammspieler. Neben dem neuen Trainer Sebastian Middeke kamen 16 neue Spieler zur Turbine.

Die beiden Aufsteiger MSV Duisburg und SV Meppen werden es schwer haben, die Klasse zu halten. Die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf kommt aus Essen, Bremen und eventuell auch aus Potsdam.

Meppens neue Trainerin Carin Bakhuis hat bereits angekündigt, trotz Außenseiterin offensiv spielen zu wollen. Die Offensive ist auch bei Werder Bremen ein Thema. Bremen hat in der vergangenen Saison mit nur neun eigenen Toren 18 Punkte geholt.

Neben Straus beim FC Bayern München sind Robert de Pauw (Bayer 04 Leverkusen), Carin Bakhuis (SV Meppen) und Middeke (Turbine Potsdam) sowie Theresa Merk (SC Freiburg) neu in der Liga. Letzteres ist besonders spannend: Der ehemalige Co-Trainer des VfL Wolfsburg erreichte kürzlich mit dem Grasshopper Club Zürich das Halbfinale der Schweizer Meisterschaft und das Pokalfinale.

De Pauw und Bakhuis kennen sich gut aus den Niederlanden, wo sie in der vergangenen Saison als Trainer und Co-Trainer bei Twente Enschede zusammengearbeitet und gemeinsam die Meisterschaft gewonnen haben.

Der prominenteste Transfer des Sommers ist der von Europameisterin Georgia Stanway zum FC Bayern München. Zudem wechselte Emelyne Laurent von Olympique Lyon nach München.

In Frankfurt wird es nach dem Abgang von Merle Frohms spannend, wer die neue Nummer eins im Tor sein wird. Stina Johannes kam nach einer vorübergehenden Leihe von der SGS Essen nach Japan, ist aber verletzungsanfällig. Auch Cara Bösl und Juniorkeeperin Hannah Johann stehen zur Verfügung.

Neben Stanway gibt es noch zwei weitere Neuzugänge aus der League of European Champions, beide von Manchester United. Bayer Leverkusen hat die Brasilianerin Ivana Ferreira Fuso für ein Jahr ausgeliehen und SGS Essen hat Maria Edwards einen Zweijahresvertrag verliehen. Die junge Stürmerin machte in der Vorbereitung auf sich aufmerksam. Eine unerwartete Rückkehr gibt es in Duisburg, wo Sarah Freutel drei Jahre nach ihrem Karriereende wieder für den MSV die Schuhe schnürt.

Diese: sportschau.de



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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