Samstag, Juni 25, 2022
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Die IG Metall will Lohnerhöhungen von sieben bis acht Prozent

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Die IG Metall will Lohnerhöhungen zwischen sieben und acht Prozent für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie durchsetzen. Dies habe der Vorstand den Tarifbezirken empfohlen, sagte IG-Metall-Chef Hofmann.

In der Tarifrunde der Beschäftigten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie will die IG Metall sieben bis acht Prozent mehr Geld fordern. Der Gewerkschaftsvorstand beschloss eine entsprechende Empfehlung, wie der 1. Vorsitzende Jörg Hofmann sagte. Es geht auch darum, die Kaufkraft der Bürger für den privaten Konsum zu erhalten. Wenn der private Konsum einbricht, könnte eine Rezession drohen.

Aus Sicht der Gewerkschaft ist es nach den jüngsten Corona-Vereinbarungen angesichts der guten Auftragslage vieler Unternehmen und hoher Gewinne an der Zeit, Löhne und Gehälter dauerhaft zu erhöhen. Allerdings kann die Tarifpolitik die hohe Inflation und die stark steigenden Preise für Gas und Strom nicht kompensieren. Dazu bedarf es eines weiteren Hilfspakets der Bundesregierung.

Die IG Metall stützt sich in ihrer Empfehlung auf die Inflations- und Produktivitätsentwicklung und fügt angesichts der hohen Gewinne großer Automobilkonzerne wie BMW und Mercedes eine Umverteilungskomponente hinzu. Der neue Tarifvertrag soll zwölf Monate laufen.

Die Empfehlung ist noch nicht die letzte Anforderung. Darüber wird in den regionalen Tarifausschüssen am 30. Juni beraten. Es gehe um eine konkrete Zahl im Bereich von sieben bis acht Prozent, sagte Hofmann. Über die Forderung nach weiteren Gesprächen in den Tarifbezirken will der Vorstand am 11. Juli entscheiden.

Die Verträge für Beschäftigte in den Kernbranchen der deutschen Industrie, darunter der Fahrzeug- und Maschinenbau, laufen Ende September aus. Hofmann hofft, dass die Verhandlungen im November abgeschlossen werden können, wenn alles gut geht. Die Friedenspflicht endet am 28. Oktober. Nach Ablauf sind Warnstreiks möglich.

Die im vergangenen Jahr mit Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen ausgehandelte Vereinbarung sah einen Corona-Bonus von 500 Euro und ein jährliches „Umwandlungsgeld“ vor. Diese soll im Februar 2022 in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatsgehalts ausgezahlt werden. Ab 2023 steigt sie auf 27,6 Prozent und kann auch zur Arbeitszeitverkürzung eingesetzt werden.



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