Samstag, September 24, 2022
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Die iranische Polizei verhaftet Journalisten nach Berichten über Aminis Tod

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Seit dem Tod des jungen Iraners Mahsa Amini protestieren Tausende Menschen im ganzen Land gegen die Regierung. Der Fall des 22-Jährigen wurde durch Berichterstattung von Journalisten bekannt. Jetzt gehen sie dafür ins Gefängnis.

Die iranischen Behörden haben einen Journalisten und einen bekannten Aktivisten festgenommen, weil sie als einer der ersten den Fall des in Polizeigewahrsam verstorbenen Iraners Mahsa Amini veröffentlicht haben. Der mehrfach festgenommene Aktivist Majid Tawakoli wurde in der Nacht zum Freitag festgenommen, wie sein Bruder auf Twitter schrieb. Zudem wurde die Reporterin Nilufar Hamedi festgenommen, wie die Tageszeitung „Schargh“, für die sie arbeitet, im Onlinedienst Telegram mitteilte.

Hamedi berichtete über den Fall der jungen Frau, die nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei starb. Wie die Zeitung „Schargh“, für die sie arbeitet, berichtet, wurden im Zusammenhang mit den Protesten neben Hamedi zwei weitere Reporter und ein Fotograf festgenommen. Sie sollen sich im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran befinden.

Der Tod hat landesweite Proteste im Iran ausgelöst, die seit einer Woche andauern. Die 22-jährige Mahsa Amini wurde am Dienstag vergangener Woche von der Sittenpolizei festgenommen, weil sie das islamische Kopftuch offenbar nicht gemäß den strengen Vorschriften trug. Amini brach dann unter mysteriösen Umständen auf der Polizeistation zusammen und starb drei später im Krankenhaus. Die Polizei spricht von einem Herzinfarkt. Laut Menschenrechtsaktivisten erlitt Amini einen tödlichen Schlag auf den Kopf.

Die Journalistin Hamedi hatte das Krankenhaus besucht, in dem Amini lag, und geholfen, ihren Fall öffentlich zu machen. Bei den folgenden Protesten starben laut Staatsfernsehen mindestens 17 Menschen. Die in Oslo ansässige Organisation Iran Human Rights (IHR) sprach sogar von 36 Toten.

Vor Bekanntwerden der Festnahmen am Freitag war bereits eine Fotojournalistin festgenommen worden, als sie über die Demonstrationen in Teheran berichtete. Das NGO-Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) forderte die Freilassung aller Journalisten im Iran, die wegen Berichterstattung über den Fall Amini festgenommen wurden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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