Freitag, Juni 24, 2022
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Die Kriegsnacht auf einen Blick USA wollen Patrouillenboote ausliefern – Müll macht Mariupol "Ghetto"

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Die USA stecken weitere 450 Millionen Dollar in Waffenverkäufe an die Ukraine. Unterdessen warnt der Bürgermeister von Mariupol vor einer „epidemiologischen Katastrophe“ in der Hafenstadt. Als Reaktion auf die deutsche Gaskrise fordert ein Experte, den Einbau von Gasheizungen zu stoppen.

Die USA stecken weitere 450 Millionen Dollar in Waffenverkäufe an die Ukraine. Unterdessen warnt der Bürgermeister von Mariupol vor einer „epidemiologischen Katastrophe“ in der Hafenstadt. Als Reaktion auf die deutsche Gaskrise fordert ein Experte, den Einbau von Gasheizungen zu stoppen. Die Kriegsnacht auf einen Blick.

Die USA sichern der Ukraine weitere Waffen für 450 Millionen Dollar zu

Die USA kündigten weitere Waffenlieferungen an die Ukraine in Höhe von 450 Millionen Dollar (rund 428 Millionen Euro) an. Dazu gehörten auch mehrere Raketenwerfer-Artilleriesysteme und Patrouillenboote, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Die USA haben dem von Russland angegriffenen Land in den vier Kriegsmonaten nach eigenen Angaben Waffen und Ausrüstung im Wert von rund 6,1 Milliarden Dollar zugesagt oder bereits geliefert. Die Regierung in Kiew fordert modernere Waffen, um die militärische Überlegenheit der russischen Truppen einzudämmen.

Weißes Haus: G7-Gipfel soll Russland weiter isolieren

US-Präsident Joe Biden reist an diesem Samstag zum G7-Gipfel, der von Sonntag bis Dienstag auf Schloss Elmau in Bayern stattfindet. Kirby nannte die Ziele des Gipfels wie folgt: „Russland weiter von der Weltwirtschaft zu isolieren, Russlands Verteidigungslieferkette ins Visier zu nehmen und weiterhin der Umgehung dieser beispiellosen Sanktionen entgegenzuwirken“. Nach dem G7-Treffen reist Biden zu einem Nato-Gipfel nach Madrid. Auch dort wird der Ukraine-Krieg im Mittelpunkt stehen.

Bürgermeister: Mariupol steht „am Rande einer epidemiologischen Katastrophe“

Laut Kyiv Independent sagte der Bürgermeister der zerstörten ukrainischen Stadt Mariupol, Vadym Boychenko, die von Russland annektierte Stadt stehe „am Rande einer epidemiologischen Katastrophe“, in der sich bereits Infektionskrankheiten ausbreiteten. Dazu könnten daher auch tödliche Infektionen wie Cholera und Ruhr gehören. Laut Stadtverwaltung liegen 9000 Tonnen Müll auf den Straßen. Mariupol sei „ein echtes Ghetto“, in dem unhygienische Zustände das Leben der verbliebenen Bewohner gefährden.

DIW-Energieexperte fordert Stopp der Gasheizung

„Ab sofort sollten keine neuen Gasheizungen mehr eingebaut werden“, fordert Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Eine Abwrackprämie für alte Gasheizungen sei ebenso sinnvoll wie ein Wärmepumpen-Sofortprogramm, sagt sie der „Funke Mediengruppe“. Der Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeinsparung sind die wichtigsten Hebel, um die Gaslücke zu schließen. Auch Industrie und Haushalte sollen Gassparprämien zahlen. Die Förderung der Gas-KWK sei dagegen „absurd“.

Nike kündigt Rückzug aus Russland an

Der weltgrößte Sportartikelkonzern Nike will sich angesichts des anhaltenden Krieges gegen die Ukraine komplett aus Russland zurückziehen. „Nike hat die Entscheidung getroffen, den russischen Markt zu verlassen“, sagte das US-Unternehmen. Die Priorität besteht nun darin, die lokalen Arbeiter zu unterstützen, während der Betrieb in den kommenden Monaten heruntergefahren wird. Der Adidas-Konkurrent hatte – wie viele andere westliche Unternehmen – sein Geschäft in Russland bereits nach dem Einmarsch in die Ukraine deutlich eingeschränkt. Inzwischen wollen immer mehr Unternehmen Russland komplett den Rücken kehren.

Das bringt den Tag

Alle weiteren Entwicklungen lesen Sie in unserem Live-Ticker zum Ukraine-Krieg.

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