Dienstag, August 9, 2022
StartNACHRICHTENDie NASA stellt das Artemis-I-Programm für die geplante Mondlandung vor

Die NASA stellt das Artemis-I-Programm für die geplante Mondlandung vor

- Anzeige -


Es dürfte weniger als drei Jahre dauern, bis Astronauten wieder vom Mond zur Erde blicken können. Zuvor muss allerdings die notwendige Rakete getestet werden. Die NASA hat nun das sogenannte Artemis-I-Programm vorgestellt.

Nasa-Chef Bill Nelson versuchte bei der Pressekonferenz zur bevorstehenden Mondmission nicht einmal, seine Begeisterung zu verbergen. Nur noch 26 Tage, bis die stärkste Rakete, die die NASA jemals ins All geschossen hat, von Pad 39B im Kennedy Space Center abhebt, sagte Nelson. Es hat auch Saturn-V-Raketen zum Mond und Space-Shuttle-Flüge gestartet.

Am 29. August soll dort erneut Geschichte geschrieben werden: Dort startet das Artemis-Programm, das die Menschen nach 50 Jahren zurück auf den Mond bringen soll. In zwei Wochen soll die neu entwickelte Rakete mit dem Namen SLS und der neu entwickelten Orion-Raumkapsel an der Spitze zur Startrampe gebracht werden, sagte Mike Sarafin, Leiter der Artemis-I-Mission.

Artemis I wird jedoch noch keine Menschen zum Mond bringen. Es ist ein Testflug, bei dem sowohl die Rakete als auch die Raumkapsel bis ins kleinste Detail überprüft werden. Funktioniert der Start reibungslos? Feuern die Trägerraketen? Zündet der Hauptmotor? Trennen sich die Trägerraketen wie geplant und löst sich die Raumkapsel zum richtigen Zeitpunkt von der Rakete? Alles muss perfekt zusammenarbeiten, um Orion auf den Weg zum Mond zu schicken, betonte Sarafin.

Um die Systeme der Orion-Kapsel im All betreiben zu können, nutzt die NASA ein von der europäischen Raumfahrtbehörde ESA entwickeltes Modul. Und laut Nasa-Chef Nelson ist die ESA bereits aus dem Häuschen: „Vor ein paar Wochen war ich in Europa und die waren gaga“, sagte er stolz.

Die Kapsel wird 42 Tage im All bleiben und den Mond in einer Ellipse umkreisen – am mondnächsten Punkt nur 100 Kilometer von seiner Oberfläche entfernt, am weitesten über 6000 Kilometer. Es gibt also noch keine Landung auf dem Mond, noch sind Menschen an Bord. Das Ziel dieses ersten Fluges ist ausschließlich das Sammeln von Daten und Informationen.

Passagiere sind aber noch an Bord: Eine Puppe mit dem Namen Commander Moonikin Campos wird im Kommandositz der Kapsel Platz nehmen. Ausgestattet mit zahlreichen Sensoren soll die Kraft gemessen werden, die auf die Astronauten wirkt, wenn sie abheben und wieder in die Erdatmosphäre eintreten, erklärte Bhavya Lal vom NASA-Hauptquartier.

Aber Commander Moonikin fliegt nicht alleine. Zwei weitere ähnlich ausgerüstete Puppen fliegen ebenfalls, um die Auswirkungen der Strahlung auf diese Mission zu untersuchen. Vor allem bei Astronautinnen, die anders von der Strahlung betroffen sind als Männer. Deshalb sind auch mit an Bord: Helga und Soha.

Am Ende folgt der Härtetest. Der Wiedereintritt in die Atmosphäre des Orion wird schwieriger sein als alles, was die NASA bisher in der bemannten Raumfahrt getan hat. Die Kapsel wird die Erdatmosphäre mit 32-facher Schallgeschwindigkeit treffen, berichtet Nelson. Das entspricht rund 40.000 Stundenkilometern. Die Unterseite der Kapsel wird noch heißer als die des Space Shuttles.

Dieser kritischen Phase am Ende der Mission wollen die NASA-Wissenschaftler deshalb besondere Aufmerksamkeit widmen. Tritt hier ein Fehler auf, verglüht das milliardenschwere Projekt in der Erdatmosphäre und der Traum vom Mondflug gehört wieder der Vergangenheit an.



Quelllink

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare