Dienstag, Januar 31, 2023
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Die Suche nach der Ursache geht weiter Im AquaDom befinden sich immer noch Scherben

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Im Dezember platzt der AquaDom in Berlin und stößt eine Flutwelle von einer Million Liter Wasser aus. Fünf Wochen später gehen die Aufräumarbeiten weiter. Auch die Ursache ist unklar. Vielleicht werdet ihr sie nie finden, sagt der Hotelsprecher. Denken Sie nur gut über eine Wiedereröffnung nach.

In der Hotellobby mischt sich der Geruch von Baustaub mit dem von Wasser und Fisch. Mit geschlossenen Augen erinnert er an die Nordsee. Doch in dem Hotel nahe dem Berliner Dom sieht es überhaupt nicht nach Strandurlaub aus. In der Mitte erheben sich Säulen aus Korallengestein, an denen noch einige Pflanzenreste hängen. Die Säulen befanden sich einst im Inneren des großen Aquariums Aquadom, das viele Besucher anzog. Aber das Acrylglas, das die Säulen eigentlich umschließt, fehlt.

Am 16. Dezember platzte plötzlich der Zylinder des 16 Meter hohen Aquariums. Jetzt, fast fünf Wochen später, kann man nur noch erahnen, wie es an diesem Tag im DomAquarée ausgesehen haben muss. Etwa die Hälfte der Acrylglaselemente – die etwas kleineren – seien bereits kartiert und ausgeräumt, sagt Fabian Hellbusch, Sprecher des Bauherrn. Die restlichen, großen Acrylteile sind genau dort, wo sie vor knapp fünf Wochen hingefallen sind. „Die großen Elemente werden sicherlich noch einige Zeit hier in der Lobby liegen müssen, um sie richtig untersuchen zu können“, erklärt Hellbusch. „Und dann braucht man schweres Gerät, um hier letztlich den Transport zu ermöglichen und auch weiter in die Detailsuche gehen zu können.“

Betrachtet man die mehrere Zentimeter dicken Scheiben, scheint es ein Glücksfall zu sein, dass beim Bersten des Aquariums im Dezember nur zwei Menschen leicht verletzt wurden. Auch für ihn sei das Bild vor Ort immer wieder erschreckend, sagt Hellbusch. „Wenn man sich das ansieht, überkommt einen immer ein Gefühl der Bestürzung.“ Er war daher sehr froh, dass es nur leichte Verletzungen gab. „Die Auswirkungen der Ereignisse sitzen uns noch ein bisschen in den Knochen.“

Für die Tiere war der Vorfall weniger: Fast alle 1.500 Fische im Aquarium starben. Außer dem Geruch ist davon nicht viel übrig. Nach Angaben des Bauherrn wurden im Dezember rund 630 Fische aus den unterirdischen Aufzuchtbecken gerettet. Hellbusch dankt dem Zoo Berlin und den privaten Aquarianern, die die Fische aufgenommen haben. „Sie haben sich sehr um sie gekümmert und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um ihnen noch einmal zu danken“, sagt er. „Ich denke, ohne ihre Hilfe könnte die Situation für uns etwas komplizierter aussehen.“

Rund eine Million Liter Wasser seien unter anderem in das Hotel und auf die Straße geflossen. Es entstand erheblicher Sachschaden, sechs Geschäfte waren betroffen. Das DDR Museum ist inzwischen geschlossen. Es habe drei Hauptgänge gegeben, durch die das Wasser gedrungen sei, sagt Hellbusch. Einer von ihnen führt an einem Restaurant vorbei. Eine Kaffeemaschine, ein kleiner Kühlschrank und Gläser sind noch übrig vom Platz. An der mit rot-weißem Flatterband abgesperrten Bar stehen Alkoholflaschen, die zeigen, was hier noch vor wenigen Wochen angeboten wurde. Davor Metallteile, Stühle und Kabel. Teile des Chaos sind jedoch bereits nach fünf Wochen beseitigt. “

Ich denke, es ist schon viel erreicht worden: einfach alle Aufräumarbeiten, die getroffen wurden, alle Sicherheitsvorkehrungen, die getroffen wurden“, sagt Hellbusch. Viele Bereiche des Gebäudes sind jetzt begehbar und viele Gefahrenquellen schon beseitigt. Und doch: Bis bald sieht das Hotel im Lobbybereich wieder wie ein Hotel aus, es ist noch viel Arbeit nötig.“ Der Normalbetrieb sieht anders aus. Deshalb bitte ich um Geduld.“

Im Fokus der Arbeit stehen daher derzeit drei Dinge: die Aufräumarbeiten, die Schadensdokumentation und die Suche nach der Ursache. Gerade bei letzterem erwartet Hellbusch keine schnelle Antwort. Natürlich wäre es schön, eine „Ursache“ zu finden, sagt er. „Aber wir sind da auch sehr offen, oder unsere Experten sagen auch, dass wir es sehr, sehr spät erfahren werden oder dass wir einzelne Ereignisse vielleicht überhaupt nicht isolieren können.“

Auf die Frage nach einer möglichen Wiedereröffnung des Hotels und einem Neubau für das Aquadom erwartet Hellbusch keine schnellen Antworten. „Bis wir die Unfallursache endgültig kennen, macht es keinen Sinn, über einen neuen Aquadome nachzudenken. Niemand auf der Welt will das Risiko eingehen“, sagt er. Aber es ist wichtig, dass das Hotel wieder einen Ankerpunkt bekommt. „Insofern könnten wir uns irgendwie andere Konzepte vorstellen.“ Sie werden sich aber sehr eng mit dem Hotel über die Möglichkeiten abstimmen. „Im Moment sind wir noch für alle Themen offen.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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