Samstag, Oktober 1, 2022
StartNACHRICHTEN"Die Truppen bewegen sich weiter" ...

"Die Truppen bewegen sich weiter" Zelenskyy: Befreit mehr als 6000 Quadratkilometer

- Anzeige -


Bei ihrem rasanten Vormarsch im Nordosten des Landes erobere die ukrainische Armee mehr als 6.000 Quadratkilometer Land zurück, sagt Präsident Selenskyj. Und auch jetzt würden die Truppen „weiter vorrücken“. Die Vereinigten Staaten ihrerseits sehen große Fortschritte.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ukraine in ihrer Gegenoffensive seit Anfang September 6.000 Quadratkilometer ehemals von Russland besetzte Gebiete zurückerobert. Die Soldaten hätten dieses Gebiet im Süden und Osten „befreit“ und würden „weiter vorrücken“, sagte Selenskyj am Montag in seiner abendlichen Videoansprache.

In den vergangenen Tagen hatte die Ukraine die Städte Isjum, Kupyansk und Balakliya in der nordöstlichen Region Charkiw zurückerobert. Auch im Süden meldete Kiew erhebliche Landgewinne, die 500 Quadratkilometern entsprachen, teilte die ukrainische Armee am Montag mit.

Auch US-Außenminister Antony Blinken sieht „signifikante Fortschritte“ bei der ukrainischen Gegenoffensive, vor allem im Nordosten des Landes. Während eines Besuchs in Mexiko-Stadt sagte Blinken gegenüber Reportern, dass diese Fortschritte in erster Linie „das Ergebnis des außergewöhnlichen Mutes und der Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte und des ukrainischen Volkes“ seien. Es ist jedoch noch zu früh, das genaue Ergebnis der Gegenoffensive vorherzusagen.

Russland habe immer noch „erhebliche Kräfte“ in der Ukraine sowie Ausrüstung, Waffen und Munition, sagte Blinken. Russland setzt sie nicht nur gegen ukrainische Streitkräfte ein, sondern auch gegen Zivilisten und zivile Infrastruktur.

Der ukrainische Generalstab meldete russische Angriffe auf viele Teile der Front. Die ukrainischen Truppen durchkämmen die zurückeroberten Gebiete im Osten nach Kollaborateuren der russischen Besatzungsmacht. Zudem würden Minen geräumt, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht am Montagabend mit. Er gab keine weiteren Informationen über den Vormarsch der Ukrainer, die die russischen Truppen in der Region Charkiw größtenteils in die Flucht geschlagen haben. Die Russen ließen viele Waffen und schweres Material zurück.

Am Montag zeigten Fotos, dass sich ukrainische Soldaten in Swjatohirsk im Gebiet Donezk befinden. Der Anführer der von Moskau kontrollierten Donezk-Separatisten, Denis Pushilin, bestätigte den Kampf um die Stadt, in der sich ein wichtiges orthodoxes Kloster befindet. „Svyatohirsk, das sage ich ganz ehrlich, wird derzeit nicht vollständig von uns oder dem Feind kontrolliert“, sagte er in einer Videobotschaft. Die Angaben konnten zunächst nicht verifiziert werden.

Pushilin bestätigte auch einen ukrainischen Angriff auf den Flughafen Donezk. Die Angreifer seien vernichtet worden, sagte er, was ebenfalls nicht verifiziert werden könne. Am Samstag machten die ersten ukrainischen Berichte über den Angriff die Runde. Seitdem führt die Front zwischen den Separatisten und der ukrainischen Armee über den 2014 zerstörten Flughafen. Ein Angriff dort wäre der erste Vormarsch von Ukrainern auf das Territorium der sogenannten Volksrepublik Donezk seit dem Einmarsch Russlands in den Nachbarort Land am 24. Februar

Die Hilfe internationaler Partner für die Ukraine müsse erhöht werden, forderte Zelenskyj allabendlich in seiner Videoansprache. „Gemeinsam können wir den russischen Terror überwinden.“ Russische Raketeneinschläge auf ein Kraftwerk in der Nähe von Charkiw legten am Sonntagabend weite Teile des Stromnetzes in der Ostukraine vorübergehend lahm. „Hunderttausende Ukrainer standen im Dunkeln – ohne Strom. Häuser, Krankenhäuser, Schulen, kommunale Infrastruktur“, sagte Selenskyj. „Russische Raketen treffen genau solche Objekte, die absolut nichts mit der Infrastruktur der Streitkräfte unseres Landes zu tun haben.“ Er interpretierte den Beschuss als Rache für den Vormarsch der ukrainischen Armee in der Region Charkiw.

Deutschland hat der Ukraine das moderne Luftabwehrsystem Iris-T zugesagt. Die Ukraine hofft auf schnelle Lieferung. Ukrainischen Berichten zufolge soll die erste Einheit bis Ende des Jahres verschickt werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare