Montag, September 26, 2022
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Die Ukraine meldet neuen russischen Beschuss

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Der russische Beschuss ukrainischer Städte geht weiter, während westliche Schätzungen besagen, dass russische Soldaten Verteidigungsstellungen am Fluss Oskil errichten. Es gibt gute Nachrichten für die Versorgung des Kernkraftwerks Saporischschja.

Das russische Verteidigungsministerium meldet Erfolge im Krieg gegen die Ukraine. Ein ukrainischer Vormarsch sei in der Nähe des Dorfes Pravdine in der Region Cherson zurückgeschlagen worden, sagte der Sprecher des Ministeriums, Igor Konashenkov, auf einer Pressekonferenz in Moskau. Sieben Panzer und 13 weitere Fahrzeuge der 28. mechanisierten Brigade der ukrainischen Armee wurden zerstört.

Pravdine liegt zwischen Mykolajiw und dem von Russland besetzten Cherson. Die ukrainische Armee führt seit Wochen eine Gegenoffensive in der Region Cherson. Die Informationen aus Kiew dazu sind sehr spärlich, und viele westliche Experten gehen davon aus, dass die Ukraine an Territorium gewonnen hat, aber auch hohe Verluste hinnehmen muss. Russische Behauptungen über ukrainische Opfer werden oft als übertrieben angesehen.

Das Moskauer Ministerium gab außerdem bekannt, dass es auf Ziele in den Gebieten Charkiw und Donezk in der Nord- und Ostukraine geschossen habe. Dies wurde von ukrainischer Seite bestätigt. Ein russischer Raketenangriff habe im Industriegebiet von Charkiw ein Feuer verursacht, sagte Gouverneur Oleh Synyehubov.

In der Region Saporischschja wurde eine Person beim Beschuss der Stadt Orikhiw verletzt, sagte Gouverneur Oleksandr Starukh gegenüber Telegram. In zwei Dörfern sollen „zivile Einrichtungen“ zerstört worden sein. Laut Gouverneur Valentyn Resnichenko sind in der Nacht mehr als 90 russische Granaten in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk eingeschlagen.

Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums versucht die russische Armee, im Nordosten der Ukraine eine neue Verteidigungslinie aufzubauen. Zwischen dem Fluss Oskil und der Stadt Swatowe würden Befestigungen errichtet. Dies würde mit älteren russischen Aussagen übereinstimmen, wonach sich Einheiten als Reaktion auf die ukrainische Gegenoffensive in der Nähe von Charkiw am Oskil-Fluss „umgruppiert“ hätten.

Das britische Verteidigungsministerium vermutet, dass Russland das Gebiet hartnäckig verteidigen wird, weil dort eine Hauptversorgungsroute verläuft. Es bleibt jedoch unklar, ob Russland einem weiteren konzertierten Angriff der Ukraine standhalten könnte. Die Verteidigungslinie verläuft auch entlang der Grenze zur Region Lugansk, deren „Befreiung“ Russland zum vorrangigen Kriegsziel erklärt hat. „Jeder erhebliche Gebietsverlust in Luhansk wird zweifellos Russlands Strategie untergraben“, sagte das Ministerium in London.

Ukrainische Einheiten könnten an einigen Stellen bereits den Fluss Oskil überquert haben. Das schreibt zumindest die US-Nichtregierungsorganisation „Institute for the Study of War“ (ISW), die seit Kriegsbeginn öffentlich zugängliche Quellen zu täglichen Berichten und Analysen verarbeitet. Demnach deuteten Satellitenbilder darauf hin, dass die ukrainische Armee am Ostufer Artillerie stationiert hatte. Sollte die Ukraine ihre Gegenoffensive im Nordosten auf breiter Front fortsetzen, werden die russischen Soldaten sie laut ISW wohl nicht mehr aufhalten können.

Es gibt widersprüchliche Informationen über die Situation um das Kernkraftwerk Saporischschja. Das russische Verteidigungsministerium behauptet, der Standort sei erneut von ukrainischer Artillerie beschossen worden. Das ukrainische Außenministerium weist diesen Vorwurf entschieden zurück.

Das Kernkraftwerk wurde im März von russischen Streitkräften eingenommen, wird aber weiterhin von ukrainischem Personal betrieben. Der letzte in Betrieb befindliche Reaktor wurde am vergangenen Sonntag abgeschaltet, nachdem Stromausfälle durch Beschuss grundlegende Sicherheitssysteme bedroht hatten. Die Ukraine und Russland machen sich gegenseitig für den Beschuss der Anlage verantwortlich.

Inzwischen wurde eine der vier Hauptstromleitungen repariert, damit das Kernkraftwerk mit Strom aus dem ukrainischen Stromnetz versorgt werden kann. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA mit. Die ebenfalls vor wenigen Tagen reparierten Notstromleitungen werden laut IAEO nun wieder in Reserve gehalten.

Außerdem soll ein Konvoi von 25 Lastwagen mit Dieselkraftstoff und anderen wichtigen Vorräten die Atomanlage erreicht haben. Laut dem ukrainischen Kernkraftwerksbetreiber Enerhoatom konnten die Lastwagen russische Kontrollpunkte passieren, um Ersatzteile für die Reparatur beschädigter Stromleitungen, Chemikalien für den Betrieb der Anlage und zusätzlichen Brennstoff für Notstromaggregate zu liefern.



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Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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