Sonntag, Oktober 2, 2022
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Die Wetterwoche im Schnellcheck Altweibersommer fegt Polarluft weg

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Nach den ersten Schneefällen sorgt Hoch „Stefan“ wieder für angenehme Temperaturen: Bis Freitag geht der sonnige Altweibersommer so richtig los. Am Wochenende kann es schon wieder ungemütlich werden, sagt ntv-Wetterexperte Björn Alexander.

In den Alpen ist erstmals der Winter mit Schneefall und einer Schneedecke von bis zu 1500 Metern, im Allgäu bis zu 1200 Metern eingezogen. Auf der Zugspitze liegen jetzt 60 Zentimeter Schnee. In Balderschwang im Allgäu (1.037 Meter über dem Meeresspiegel) haben sich in den letzten drei Tagen 128 Liter pro Quadratmeter angesammelt, der Regen ging am Samstag vorübergehend in Schnee über.

Inzwischen hat der Zustrom kalter, feuchter Polarluft seinen Höhepunkt erreicht und es geht langsam aufwärts. Denn in den nächsten Tagen wird der Einfluss von Hoch „Stefan“ über dem Atlantik zunehmen. Der Altweibersommer hält hier allmählich Einzug, auch wenn die Temperaturen nur zögerlich steigen. Besonders in den teils nebligen, teils klaren Nächten wird es recht frisch mit Tiefstwerten von oft nur 10 bis 4 Grad.

Montagnacht: Winterlich in den höheren Lagen

In der Nacht erreicht ein Regenband den Süden. Dann ist in den Alpen oberhalb von etwa 1500 Metern mit entsprechend winterlichen Verhältnissen mit weiteren 10 bis 20 Zentimetern Neuschnee zu rechnen. Und auch der Rest des Landes wechselt mit Schauern und Auflockerungen sowie teils flottem Wind. Zudem kühlt es auf 10 bis 4 Grad ab, an der Nordsee auf 12 Grad.

Montag: Leichter und abnehmender Wind

Von der Eifel über den Schwarzwald bis zum Bodensee beginnt die neue Wetterwoche meist trocken und zeitweise sonnig. Ansonsten erwartet uns ein Mix aus sonnigen Abschnitten und teils gewitternden kühlen Schauern – der Norden bekommt zwischen den Schauern die meiste Sonne ab. Hier lässt der Wind nach; es bleibt aber kühl mit maximal 10 bis 17 Grad.

Dienstag: Gemeinsame Perspektiven

Hoch „Stefan“ wird allmählich wärmer und schiebt die Schauer immer weiter nach Osten, während sich der Westen zunehmend auf die Sonne freuen kann. Auch die Temperaturen sprangen etwas nach oben und quittierten die Wetterbesserung mit 11 bis 18 Grad.

Mittwoch bis Freitag: Der Altweibersommer ist in vollem Gange

Für Freunde des Altweibersommers brechen goldene Zeiten an. Denn nach Auflösung von Nebelfeldern, die sich in Form von Tau auf Wiesen und Büschen und den Spinnweben niederschlagen, ist es zeitweise sonnig und trocken. Im Süden gibt es die meiste Sonne. Mehr Wolken und etwas Regen sind nur am Freitagnachmittag im äußersten Nordwesten möglich. Mit 13 bis 19 Grad wird es langsam wärmer, am Rhein um die 20 Grad, in Freiburg und am Kaiserstuhl sogar bis zu 22 oder 23 Grad. Am Freitag steht übrigens der Herbstanfang im Kalender, was wir dann am Wochenende wettertechnisch zu spüren bekommen.

Wochenendwetter: Tiefs werden aufdringlicher

Die Unsicherheiten sind noch groß, aber bei den Wettercomputern überwiegt derzeit der Trend zum Einfluss von Tiefdruck. Dies sollte es aus dem Westen instabiler und feuchter machen. Vorerst ist es aber noch eher mild mit Tageshöchstwerten zwischen 14 und 20 Grad.

Spät- und Altsommer – was ist der Unterschied?

Der Spätsommer kann uns bis Mitte September zieren. Danach, bis etwa Mitte Oktober, können wir den Altweibersommer bei Hochdruckwetter mehr erleben. Durch die schwindende Kraft der Sonne und die kürzer werdenden Tage werden Temperaturen über 25 Grad immer unwahrscheinlicher. Hinzu kommen oft Nebel und kühle Temperaturen in den Nächten.

Ursprünglich hatte es aber wenig bis gar nichts mit alten Frauen zu tun – wie man meinen könnte. Der Wortteil „Frauen“ hat seine Wurzeln im Wort „weiben“ aus dem Althochdeutschen. Und das bedeutete früher „weben“. Also das Geflecht der Spinnweben, die der Morgentau sichtbar grau erscheinen lässt. Erst später kamen andere Interpretationen hinzu, die dann etwas mit älteren Frauen mit silbernen oder grauen Haaren oder dem Altern des Sommers zu tun hatten.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Sonntag, den 18. September 2022 veröffentlicht.)

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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