Sonntag, November 28, 2021
StartNACHRICHTENDie Zahl der COVID-Todesopfer in Deutschland überschreitet 100.000 inmitten von Rekordinfektionen

Die Zahl der COVID-Todesopfer in Deutschland überschreitet 100.000 inmitten von Rekordinfektionen

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Deutschland, eines der vielen europäischen Länder, die gegen einen COVID-Anstieg kämpfen, stellt einen neuen täglichen Infektionsrekord auf.

Deutschland hat Rekordtote und Infektionen mit Coronaviren angekündigt, als die Gesamtzahl der Todesopfer 100.000 überstieg, wobei seine bisher schwerste Viruswelle brach, gerade als eine neue Regierung sich darauf vorbereitet, die Zügel zu übernehmen.

Europas größte Volkswirtschaft verzeichnete in den letzten 24 Stunden 351 Todesopfer, womit sich die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf 100.119 erhöht, wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag mitteilten.

Auch die wöchentliche Inzidenzrate erreichte mit 419,7 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen ein Allzeithoch, teilte das RKI mit.

Deutschland hat frühere Anfälle der Pandemie besser überstanden als viele andere europäische Länder, hat jedoch kürzlich ein Wiederaufleben erlebt, bei dem sich die Intensivbetten schnell füllen.

Die eskalierende Gesundheitskrise stellt eine unmittelbare Herausforderung für die neue Koalitionsregierung dar, die nächsten Monat das Kabinett von Angela Merkel ablösen wird.

Der Anstieg in Deutschland kommt, wenn Europa als Epizentrum der Pandemie wieder auftaucht, wobei der Kontinent in einigen Ländern gegen die schleppende Impfstoffaufnahme kämpft, die hochansteckende Delta-Variante, kälteres Wetter, das Menschen ins Haus zieht, und die Lockerung der Beschränkungen.

In der vergangenen Woche wurden in Europa mehr als 2,5 Millionen Fälle und fast 30.000 COVID-bedingte Todesfälle registriert, was es laut einer Bilanz der Nachrichtenagentur AFP mit Abstand zur derzeit am stärksten vom Virus betroffenen Region macht.

Als Zeichen für die Schwere der Viruswelle in Deutschland musste der Gesundheitssektor Krankenhäuser in anderen Teilen der Europäischen Union um Hilfe bitten.

Einige Krankenhäuser seien bereits mit einer „akuten Überlastung“ konfrontiert, die eine Verlegung von COVID-19-Patienten ins Ausland notwendig gemacht habe, zitierte AFP Gernot Marx, den Chef der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin.

Deutschland hat letzte Woche strengere Beschränkungen angekündigt, darunter die Verpflichtung von Personen, nachzuweisen, dass sie geimpft sind, sich von COVID-19 erholt haben oder kürzlich negativ auf das Virus getestet wurden, bevor sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen oder Arbeitsplätze betreten können.

Einige der am stärksten betroffenen Gebiete sind noch weiter gegangen, haben große Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte abgesagt und ungeimpfte Menschen von Bars, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen ausgeschlossen.

Der Anstieg hat eine heftige Debatte darüber entzündet, ob man dem Beispiel Österreichs folgen und Impfungen für alle Bürger obligatorisch machen sollte.

Der kommende Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich für obligatorische Impfungen für medizinisches Personal ausgesprochen und sagte, seine Regierung werde „alles Notwendige tun, um unser Land sicher durch diese Zeit zu bringen“.

„Die Lage ist ernst“, sagten Scholzs Sozialdemokraten nach der Ankündigung eines Koalitionsvertrags mit den Grünen und den FDP-Liberalen am Mittwoch.

Anfang dieser Woche berief die scheidende Bundeskanzlerin Merkel, die sich nach vier Amtszeiten aus der Politik zurückzieht, die Spitzenkräfte der neuen Mitte-Links-geführten Allianz zu Pandemiegesprächen.

Scholz sagte, seine neue Regierung werde eine Milliarde Euro (1,1 Milliarden US-Dollar) in Boni für Gesundheitspersonal an vorderster Front der Pandemie investieren.

Aber seine Kritiker haben ihm vorgeworfen, es fehle an der Dringlichkeit, um die nationale Katastrophe zu bewältigen.

Deutschlands COVID-19-Krise wird teilweise auf seine relativ niedrige Impfrate von etwa 69 Prozent im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern wie Frankreich, wo sie bei 75 Prozent liegt, verantwortlich gemacht.

Das Land hat alle geimpften Erwachsenen aufgefordert, eine Auffrischimpfung zu erhalten, um die nachlassende Wirksamkeit nach sechs Monaten zu bekämpfen.

Das RKI hat seit Beginn der Pandemie 5.573.756 Coronavirus-Infektionen gezählt. Es wird angenommen, dass die wahre Zahl viel höher ist, da viele Fälle unentdeckt bleiben.

Die Zahl der Genesenen nach dem Coronavirus insgesamt in Deutschland hat inzwischen 4.744.400 erreicht.

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