Montag, Februar 6, 2023
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Diebstahl nicht ausgeschlossen Im Kunsthaus Zürich fehlen zwei Gemälde

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Das Zürcher Kunsthaus beherbergt eine der bedeutendsten Schweizer Kunstsammlungen. Nach einem Brand sind nun zwei antike Kunstwerke verschwunden. Da ein Diebstahl nicht ausgeschlossen werden kann, wurde die Polizei verständigt.

Zwei Gemälde sind aus einem Museum in der Schweiz verschwunden: Die beiden kleinformatigen Gemälde der holländischen Meister Robert van den Hoecke und Dirck de Bray seien seit Anfang Jahr nicht mehr gefunden worden, teilte das Kunsthaus Zürich mit. Da ein Diebstahl nicht mehr ausgeschlossen werden kann, hat das Museum die Polizei gerufen.

Im Kunsthaus Zürich brannte es im August. Um Museumsräume und Kunstwerke zu reinigen und zu desinfizieren, mussten mehr als 700 Werke abgenommen werden – darunter die beiden heute verschollenen Gemälde. Nach Angaben des Museums gibt es zwei private Dauerleihgaben: „Soldaten im Lager“ von van den Hoecke aus der Mitte des 17. Jahrhunderts und „Narzissen und andere Blumen in einer Glasvase auf einer Marmorplatte“ von de Bray aus dem Jahr 1673.

Beide Bilder sind daher auf Eichenholz gemalt, gerahmt und verglast. Die Museumsleitung hofft, dass sie unbeschädigt wiedergefunden werden. Nach Angaben des Museums hat es einen Krisenstab eingerichtet und die vermissten Werke in das Art Loss Register eingetragen, die weltweit größte Datenbank für verlorene und gestohlene Kunstwerke. Sie unterstützt auch die Ermittlungen der Polizei und führt gleichzeitig eigene Ermittlungen durch.

Seit Generationen vertrauen Sammler dem Kunsthaus „ihre Schätze“ an, erklärte Museumsdirektorin Ann Demeester. „Die Möglichkeit, dass trotz großer Sicherheitsmaßnahmen derzeit keine Werke gefunden werden können, erschüttert uns“, fügte sie hinzu. „Wir halten weiterhin Augen und Ohren offen, falls die Arbeiten noch im Haus sind.“ Alle anderen Werke, die während des Brandes ausgestellt waren, sind „alle vorhanden“.

Das Kunsthaus Zürich besitzt nach eigenen Angaben mit rund 4000 Gemälden und Skulpturen sowie 95’000 Grafiken vom 13. Jahrhundert bis heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Schweiz. Höhepunkte sind umfangreiche Sammlungen mit Werken von Edvard Munch und Alberto Giacometti. Rund 1000 Kunstwerke sind permanent zu sehen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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