Sonntag, November 28, 2021
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DIVI-Ausschuss in großer Sorge Intensivmediziner: Zur Impfung gibt es keine Alternative

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Auch die Intensivstationen müssen in der vierten Corona-Welle auf Hochtouren arbeiten. Damit es nicht jedes Jahr eine Winterwelle gibt, fordert die DIVI eine generelle Impfung für alle Erwachsenen. In der aktuellen Situation plädiert sie für „bundesweite Kontaktbeschränkungen“.

Die Gesellschaft für Intensivmedizin (DIVI) verlangt von allen Erwachsenen eine Impfung. Dies teilte das DIVI-Präsidium mit. Der Ausschuss habe einstimmig entschieden, heißt es. Es gibt für alle Bürger über 18 Jahren keine Alternative zur Impfpflicht, um die Pandemie langfristig hinter sich zu lassen. „Es ist wichtig, unsere Patienten zu schützen, Menschenleben zu retten und auch unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren“, sagte DIVI-Präsident Gernot Marx.

Die Hoffnung auf eine größere Impfbereitschaft der Bevölkerung hatte sich nicht erfüllt. Die Mitarbeiter in den Kliniken und insbesondere auf den Intensivstationen und in der Notfallmedizin brauchen eine Perspektive. „Wir können nicht jede Wintersaison eine weitere Welle zahlreicher schwerer Covid-19-Verläufe riskieren“, warnte Marx in der Pressemitteilung.

Gleichzeitig lehnt DIVI eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ab. Dies sei laut Pressemitteilung weder ausreichend noch moralisch vertretbar. „Es reicht nicht aus, medizinisches Personal in Kliniken und Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen alleine impfen zu lassen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen“, sagte DIVI-Mitglied Felix Walcher. „Wir erwarten von der gesamten Gesellschaft Solidarität, um das Gesundheitssystem aufrechterhalten zu können.“

Dabei geht es nicht nur um die Versorgung von Covid-19-Patienten, sondern auch um Menschen mit anderen schweren Erkrankungen und Verletzungen, die ebenfalls einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Gleichzeitig sind sich die Intensivmediziner einig, dass die Impfpflicht keinen entscheidenden Einfluss mehr auf die vierte Welle haben kann. „Wir brauchen jetzt und sofort bundesweite Kontaktbeschränkungen und Hygienekonzepte, um in den nächsten drei bis vier Wochen spürbare Auswirkungen zu sehen“, sagte DIVI-Präsident Marx.

Die Diskussion um eine generelle Impfpflicht hatte angesichts der stark gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen in den vergangenen Tagen deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Ampelparteien in der Bundesregierung planen eine Impfpflicht in Alten- und Pflegeheimen, die geplante Koalition will eine Ausweitung der Impfpflicht prüfen.

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