Dienstag, Dezember 7, 2021
StartNACHRICHTENDramatische Lage in Bayern-Luftwaffe startet innerdeutsche Corona-Hilfsflüge

Dramatische Lage in Bayern-Luftwaffe startet innerdeutsche Corona-Hilfsflüge

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Wegen drohender Überlastung des Gesundheitssystems in einigen Regionen hilft die Luftwaffe nun bei der Verteilung der Patienten innerhalb Deutschlands. Das ist eine neue Stufe in der Corona-Amtshilfe.

Ab Freitagnachmittag beteiligt sich die Luftwaffe mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollte um 14 Uhr ein Airbus A310 MedEvac auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine war für den frühen Abend geplant.

Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen genutzt werden, um bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern Intensivpatienten in Regionen mit freien Kapazitäten transportieren zu können.

Die Air Force hat zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgebaute Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH („open sky“). Darin wurden zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut. Auch in Wunstorf (Niedersachsen) ist ein A400M MedEvac stationiert.

Im Rahmen des sogenannten Kleeblatt-Systems sollen auch Covid-19-Patienten bundesweit verteilt werden können, wenn Krankenhäuser in einzelnen Regionen vom Zusammenbruch bedroht sind. Eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen ist laut einem Kriterienkatalog des Intensivmedizinverbandes Divi nur in Ausnahmefällen geplant. Das Konzept wurde im Frühjahr 2020 angesichts der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen.

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