Mittwoch, Juni 29, 2022
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Drei Tote im Lüneburger Heide-Nachbarschaftsstreit in Bienenbüttel hatten eine Vorgeschichte

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Nachdem im niedersächsischen Bienenbüttel drei Leichen gefunden worden waren, suchten die Ermittler nach den Hintergründen der Tat. Den Behörden ist eine Vorgeschichte von Nachbarschaftsstreitigkeiten bekannt, das genaue Motiv ist jedoch noch unklar.

Nach dem Fund von drei Toten auf Nachbargrundstücken in der niedersächsischen Gemeinde Bienenbüttel suchen die Ermittler nach den Hintergründen. Nach ersten Erkenntnissen gehen die Beamten davon aus, dass am Freitagnachmittag ein Nachbarschaftsstreit zwischen einem 85-jährigen Grundstückseigentümer und dem 62-jährigen Eigentümer des Nachbargrundstücks eskalierte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der ältere Mann den 62-Jährigen und seine 61-jährige Frau erschossen hat.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Mann anschließend selbst mit einer seiner legalen Schusswaffen in das Wohnhaus gelenkt hat“, sagte Polizeipräsident Kai Richter. Alle Ergebnisse wurden der Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Es gibt eine Geschichte von Streitigkeiten zwischen den Menschen, aber diese sind bisher nicht eskaliert.

Die Tatortarbeiten der Polizei wurden in der Nacht abgeschlossen, die Leichen werden nun von Kriminaltechnikern untersucht. Die Ergebnisse der Obduktion sollen in den nächsten Wochen vorliegen. Die genauen Hintergründe der Geschehnisse in dem Wohngebiet in Bargdorf, einem Ortsteil von Bienenbüttel im Landkreis Uelzen, sind noch unklar. Der Verdächtige ist ein Deutscher, er hatte einen Jagdschein und soll mehrere Waffen besessen haben. Deshalb ist die Polizei bei dem Einsatz in der Lüneburger Heide nach eigenen Angaben mit großer Vorsicht vorgegangen.

Polizei-Spezialkräfte aus Hamburg trafen mit einem gepanzerten Fahrzeug ein, ebenso ein Spezialeinsatzkommando aus Hannover. Gerichtsmediziner aus Hamburg kamen, auch Gerichtsmediziner in weißen Anzügen waren im Einsatz. Die Sachverständigen sollten den Tathergang auf dem weitläufigen Grundstück rekonstruieren, sagte der Polizeisprecher. Alle drei Getöteten hatten Schussverletzungen. Nachbarn wurden zunächst Notunterkünfte zugewiesen. Ein Pfarrer betreute sie seelsorgerlich.

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