Mittwoch, Dezember 7, 2022
StartNACHRICHTENDrosten mit Wintervorhersage Warum wir auf Variante BF.7 hoffen sollten

Drosten mit Wintervorhersage Warum wir auf Variante BF.7 hoffen sollten

- Anzeige -


Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist überraschend gering, es gab keine heftige Herbstwelle – und laut Virologe Christian Drosten könnte auch der Winter entspannt werden, wenn sich die omicron-Variante BF.7 durchsetzt. Sorge bereitet dem Experten hingegen China.

Virologe Christian Drosten sieht Anzeichen für ein baldiges Ende der Corona-Pandemie. Drosten sagte der „Zeit“, die schnelle Abfolge der jüngsten Corona-Wellen spräche für eine Entspannung der Lage. Mit Blick auf den kommenden Winter ist entscheidend, welche der beiden aktuell existierenden Omikron-Varianten, BF.7 oder BQ.1.1., sich durchsetzen wird. „BF.7 wäre der bessere Fall“, sagte Drosten, denn „diese Variante ist BA.5 sehr ähnlich, gegen die ein großer Teil der Bevölkerung bereits immun ist. Da käme dann eine sanfte Winterwelle.“

Demnach wäre eine BF.7-Welle anders als alle bisherigen. „Das wäre dann keine Pandemiewelle mehr. Wir wären mit BF.7 in einem endemischen Zustand angekommen.“ Sollte sich die Variante BQ.1.1 durchsetzen, wäre laut dem Berliner Virologen eine andere Prognose erforderlich. „Bei BQ.1.1 gibt es eine zusätzliche Immunflucht“, sagt Drosten, was bedeutet, dass das Virus dem Immunsystem der bereits Infizierten oder Geimpften besser entkommen kann. BQ.1.1 ist bereits in mehreren europäischen Ländern auf dem Vormarsch. „Wenn es dominant wird, könnte der Winter wieder schwierig werden.“

Dass es kurzfristig eine neue, deutlich gefährlichere Variante von Sars-CoV-2 geben wird, hält Drosten jedoch für wenig wahrscheinlich. „Das Virus kann an vielen Stellen seiner Evolution nicht einfach zurückgehen“, sagt der Experte. „Es würde eine Art Revolution erfordern, durch massive Neuausbreitung irgendwo auf der Welt.“ Das ist einer der Gründe, warum ihm der Blick nach China Sorgen bereitet. „Immunität ist weltweit recht homogen verteilt, in Industrieländern durch Ansteckung durch Impfung, in ärmeren Ländern sogar durch Mehrfachinfektionen der Bevölkerung. In China ist das jedoch nicht der Fall.“

Während die meisten Länder auf der ganzen Welt versuchen, mit dem Virus zu leben, verfolgt China immer noch eine strikte Null-Covid-Strategie mit Abriegelungen, täglichen Massentests, strenger Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Dennoch ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen wieder stark gestiegen. Angesichts dieser Entwicklung sagte Drosten der „Zeit“, er könne nicht ausschließen, dass es in China „einen weiteren Sprung in Sachen Evolution“ gebe.

Gleichzeitig gab Drosten seinen Abschied von Twitter bekannt. Während der Pandemie war Drosten regelmäßig auf der Plattform aktiv. „Das digitale Leben interessiert mich nicht mehr“, sagte Drosten. „Ich habe Twitter seit Monaten nicht mehr überprüft.“ Zuvor hatte er auch seinen Podcast beim NDR beendet, das Coronavirus-Update. „Für mich war es von Anfang an eine professionelle Intervention, ein begrenztes Projekt, das ich aufhöre, wenn ich nicht mehr gebraucht werde.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare