Samstag, Mai 21, 2022
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"Dummheit oder Täuschung" Moskau greift Baerbock nach Blockadevorwürfen an

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Beim G7-Treffen äußerte sich Außenminister Baerbock besorgt über eine drohende Hungersnot. Sie wirft Russland vor, seinen Krieg zu nutzen, um den Export von lebenswichtigem Getreide aus der Ukraine zu verhindern. Moskau streitet die Verantwortung ab – und gibt der Bundesregierung die Schuld.

Russland weist die Verantwortung für die hohen Lebensmittelpreise und die Gefahr einer weltweiten Hungerkrise zurück und reagiert scharf auf die Vorwürfe von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock. Die Preise seien aufgrund westlicher Sanktionen gestiegen, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, auf ihrem Telegram-Kanal. „Wenn Sie das nicht verstehen, ist das entweder ein Zeichen von Dummheit oder eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit“, sagte sie Baerbock.

Ein weiterer Grund für die globale Ernährungskrise ist der Zusammenbruch der Staatlichkeit der Ukraine – und auch dafür ist der Westen verantwortlich. „Das liegt unter anderem an den Vorgängern von Frau Baerbock, die sich nicht nur in die Lage im Land eingemischt, sondern auch die Innen- und Außenpolitik der Ukraine von Hand geprägt haben“, so Sacharowa.

Die deutsche Außenministerin hatte zuvor beim G7-Treffen an der Ostsee ihre Besorgnis über eine drohende Hungersnot in der Welt zum Ausdruck gebracht. Sie warf Russland vor, während des Krieges die Seehäfen der Ukraine blockiert und damit Getreideexporte verhindert zu haben. Das Land ist einer der wichtigsten Getreideproduzenten der Welt.

In Bezug auf Getreideexporte stellten die G7-Außenminister bei ihrem Treffen fest, dass Russlands grundloser Krieg in der Ukraine die globalen Wirtschaftsaussichten verschlechtert hat, da die Preise für Lebensmittel, Treibstoff und Energie jetzt in die Höhe schießen. Rund 43 Millionen Menschen sind nur einen Schritt vom Hungertod entfernt. Alternativen zum Transport von Getreide aus der Ukraine werden derzeit geprüft. Nachdem es beim Bahntransport über Rumänien aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten der Bahnen zu Problemen gekommen sei, werde der Export über die Ostseehäfen geprüft, sagte Baerbock. „Jede Tonne, die geliefert wird, kann ein bisschen dazu beitragen, diese Hungerkrise in den Griff zu bekommen.“ Der zweitgrößte Weizenproduzent der Welt, Indien, hat den Export seines Getreides mit sofortiger Wirkung verboten.

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