Donnerstag, Oktober 28, 2021
StartNACHRICHTENDurch Kopfschuss getötet - Mutter verabschiedet sich von Sohn in Idar-Oberstein

Durch Kopfschuss getötet – Mutter verabschiedet sich von Sohn in Idar-Oberstein

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Weil er auf die Maskenpflicht hinwies, wurde der 20-jährige Alexander in Idar-Oberstein erschossen. Nun verabschiedete sich seine Mutter bei der Trauerfeier mit rührenden Worten von ihrem Sohn.

Knapp drei Wochen nach dem tödlichen Schuss auf einen 20-Jährigen in einer Tankstelle in Idar-Oberstein erinnerte sich die Mutter mit ergreifenden Worten an ihren Sohn.

„Mein Engel, ich werde dich immer lieben und dein Name wird nie vergessen“, sagte sie bei einer öffentlichen Trauerfeier in Idar-Oberstein. „Sein Name war Alex und wir sind stolz auf ihn“. Der 20-jährige Student, der als Aushilfskraft in der Tankstelle arbeitete, wurde am 18. September von einem Kunden erschossen, nachdem er wiederholt auf die coronabedingte Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte.

Rund 400 Menschen kamen zur „Erinnerung an Alex“, darunter Familienmitglieder und viele Freunde. Lange Zeit saßen sie schweigend in der Halle, bevor die Gedenkfeier begann, meist in Schwarz gekleidet. Vor einer Bühne, die mit weißen und roten Rosen geschmückt war. Und auf dem – von Kerzen eingerahmt – war ein großes Bild von Alex. Wie er früher gelacht hat.

Immer wieder kämpfte die Mutter mit den Tränen. Ihr Sohn sei „viel mehr“ als der Junge, der an der Tankstelle gestorben ist. „Alex war ein lebenslustiger, hilfsbereiter, intelligenter, charmanter, charismatischer und chaotischer und verrückter, aber vor allem ein liebevoller und lustiger junger Mann“, sagte sie.

Er wollte nie, dass alle wegen ihm traurig sind, sagte sie. „Es wäre auch nicht in seinem Sinne gewesen, dass unschuldige Menschen angegriffen wurden.“ Wie zum Beispiel die Familie des Täters. „Weil auch sie nur Opfer sind. Diese Menschen haben nicht abgedrückt. Hass bringt uns im Leben nicht weiter. Hass nur verbittert. Liebe ist so viel mehr wert.“

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach wegen Mordes sind noch nicht abgeschlossen. Alex hatte einen 49-Jährigen vor der Maskenpflicht gewarnt, weil er Bier ohne Maske kaufen wollte. Anschließend schoss der Mann dem 20-Jährigen von vorne in den Kopf. Später sagte er der Polizei, er sei gegen die Corona-Maßnahmen. Der 49-jährige Deutsche sitzt in Untersuchungshaft. Die Tat sorgte bundesweit für großes Entsetzen und Mitgefühl.

Alex ‚Mutter sagte, ihr Appell an alle war: „Nimm dein Leben nicht als selbstverständlich hin. Mach etwas aus deinem Leben. Sag den Menschen, die dir wichtig sind, dass du sie liebst und bei jeder Gelegenheit stolz auf sie bist. Denn niemand weiß, ob es so sein wird ein nächstes Mal sein.“ Sie dankte ihr für die große Anteilnahme und Zuneigung, die ihr nach dem Verbrechen entgegengebracht worden waren. Die Beisetzung ist für einen späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis geplant.

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