Sonntag, November 28, 2021
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Dutzende Bergleute, darunter 11 Tote bei Explosion einer sibirischen Mine

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In einem russischen Kohlebergwerk sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Nach einer Explosion brach am Morgen unter der Erde ein Feuer aus. 46 Bergleute sind noch immer in der Mine gefangen und haben keinen Kontakt zu ihnen. Auch die Rettungsarbeiten mussten unterbrochen werden.

Bei einem schweren Unfall in einem russischen Kohlebergwerk in Westsibirien sind mindestens elf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Unter der Erde gab es eine Kohlenstaubexplosion und ein Feuer brach aus. Der Gouverneur der Region Kemerowo, Sergei Tsivilev, sagte, es seien noch 46 Personen in der Grube, die keinen Kontakt hätten. Die Rettungsarbeiten wurden wegen Explosionsgefahr vorübergehend unterbrochen. Zudem sei nach Angaben des Ministeriums für Bevölkerungsschutz der Kontakt zu mehreren Rettungskräften abgebrochen. Sie werden gesucht.

Aus dem Schacht „Listwjaschnaja“ im Kohlebecken Kusnezk (Kusbass) wurden insgesamt 239 Arbeiter gerettet, mehr als 60 von ihnen mussten in Krankenhäusern behandelt werden, wie der Gouverneur mitteilte. In der Mine hatte sich am Morgen eine Explosion aus bisher unbekannter Ursache ereignet. Ziwiljow begann eine dreitägige Trauer in der Region – von diesem Freitag bis Sonntag. Der Zustand der Bergleute im Schacht ist noch unklar. Die Minenstollen seien stark verraucht, hieß es. Die Arbeiter konnten sich nicht retten. Dies teilte Gouverneur Ziwiljow nach einer Videokonferenz mit dem russischen Katastrophenschutzminister Alexander Chuprijan mit. Der Minister reiste auch in die Region.

Die Explosion soll sich in einer Tiefe von 250 Metern ereignet haben. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen der Opfer der „Tragödie“ sein Beileid aus und ordnete Hilfe für die Hinterbliebenen und Überlebenden an. „Leider wird die Lage nicht einfacher. Es besteht auch Lebensgefahr für die Rettungskräfte“, sagte Putin. „Wir hoffen, dass wir so viele Menschen wie möglich retten können.“

Der örtliche Untersuchungsausschuss leitete Ermittlungen zu möglichen Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften ein. Die Listvyashnaya Mine wurde 1956 während der Sowjetzeit in Betrieb genommen. Eigentümer ist die Firma SDS-Ugol, einer der größten Kohleproduzenten Russlands. Im Jahr 2004 kamen 13 Menschen bei einer Methanexplosion in der Mine ums Leben. 1981 kamen nach russischen Medienberichten auch dort fünf Menschen bei einer Explosion ums Leben.

Die Arbeit im Kohlebergbau in Russland gilt als lebensgefährlich. Durch Verstöße gegen elementare Sicherheitsvorschriften kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Methangas zum Beispiel explodiert oft. Das hochentzündliche Grubengas wird bei Arbeiten im Bergbau freigesetzt und sammelt sich bei schlechter Belüftung in den Schächten und Trassen.

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