Samstag, Oktober 1, 2022
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Edinburgh: Schottland verabschiedet sich von der Queen

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Tausende von Menschen sind in die St. Giles Cathedral in Edinburgh gekommen, um der verstorbenen Königin Elizabeth II. Lebewohl zu sagen. Manchmal gab es lange Schlangen. Am Abend wird der Sarg nach London überführt.

Tausende Menschen erwiesen der verstorbenen Königin Elizabeth II. in Edinburgh die letzte Ehre. Der geschlossene Sarg wurde am Montag in der St. Giles Cathedral in der schottischen Hauptstadt zum Abschied von der Bevölkerung aufgebahrt. Britische Medien berichteten, dass viele Menschen in Tränen ausbrachen, sich vor dem Sarg verneigten oder einen Knicks machten.

Vor dem Dom standen die Menschen in einer etwa anderthalb Kilometer langen Schlange. Sie mussten mehr als zwei Stunden warten. Wie die Polizei der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, seien mehr als 30.000 Armbänder verteilt worden, die es den Wartenden ermöglichten, die Kirche zu betreten.

Die Königin starb am Donnerstag im Alter von 96 Jahren in Balmoral Castle, Schottland. Sie wurde zunächst nach Edinburgh versetzt. Dort fand am Montag eine Prozession statt, zu der auch der neue König eingetroffen war. Karl III. führte den Trauerzug mit dem Sarg in die Altstadt. Tausende von Menschen säumten den Weg, als Charles von seinen Geschwistern Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward hinter dem Leichenwagen begleitet wurde. Die Prozession wurde von Kanonenschüssen begleitet, die jede Minute vom Edinburgh Castle abgefeuert wurden.

Die Prozession führte von der königlichen Residenz, dem Palace of Holyroodhouse, zur etwas mehr als einen Kilometer entfernten St. Giles Cathedral, wo ein Gottesdienst abgehalten wurde. Später standen die vier Kinder der Königin auf den vier Seiten des Sarges und hielten eine kurze Totenwache. Sie verweilten etwa zehn Minuten neben vier Mitgliedern der königlichen Bogenschützenkompanie, die dort Wache standen. Während der traditionellen Mahnwache ging eine Prozession von Bürgern am Sarg vorbei.

Die Menschen können sich bis zum Abend vom Sarg verabschieden, wenn die Überreste der Königin in Begleitung von Prinzessin Anne von der Royal Air Force von Edinburgh zum Stützpunkt Northolt in der Nähe von London geflogen werden. Der Sarg wird dann zum Buckingham Palace gebracht, wo er über Nacht im Bow Room aufgebahrt wird.

König Karl III. und seine Frau Camilla fliegen derweil nach Belfast, Nordirland, wo sie die Führer aller Parteien und Vertreter aller religiösen Gruppen treffen. Der neue Monarch wird dann an einem Gottesdienst in der St. Anne’s Cathedral teilnehmen, bevor das Paar nach London zurückkehrt. Charles‘ Reise ist Teil der Trauertage, zu denen Besuche des neuen Königs in allen vier Grafschaften Großbritanniens gehören. Auch ein Besuch in Wales ist geplant. Am Montagmorgen Karl III. hielt seine Antrittsrede vor dem britischen Parlament und würdigte die wichtige Rolle der Volksvertretung.

Am Mittwoch wird der König dann in London einen Trauerzug anführen, der vom Buckingham Palace zum Parlament führen soll. Dort wird der Sarg ab 17 Uhr (Ortszeit) auf einem als Katafalk bezeichneten Gerüst in der Westminster Hall aufgebahrt. Hunderttausende Menschen werden zur Totenwache erwartet. Dort warten bereits die ersten Anhänger der Königin.

Bis zum Morgen des Staatsbegräbnisses hat die Bevölkerung Gelegenheit, der Queen einen letzten Besuch abzustatten und sich zu verabschieden. Das Staatsbegräbnis ist für den 19. September, Montag nächste Woche, angesetzt. Dafür bekommen die Briten extra Urlaub. Bis dahin gilt Staatstrauer. Am Abend vor dem geplanten Staatsbegräbnis hat die britische Regierung in London zu einer Schweigeminute für die Queen aufgerufen.

Hunderte Politiker und Würdenträger aus aller Welt und Millionen Besucher werden zur Beerdigung der Queen in London erwartet. Erwartet werden unter anderem US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Staatsoberhäupter aus Ländern, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist oder die dem 56 Nationen umfassenden Commonwealth angehören. Deutschland wird durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender vertreten.

Berichten zufolge plant auch der japanische Kaiser Naruhito, an der Beerdigung teilzunehmen. Es wäre seine erste Auslandsreise seit seiner Thronbesteigung im Jahr 2019. Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern wird mit einer Delegation von sechs Würdenträgern zum Staatsbegräbnis der Queen nach London reisen. Neben Generalgouverneurin Cindy Kiro reist auch der König der Maori, Tuheitia Paki, zum Staatsakt. „Es ist ein Privileg, zusammen mit anderen Neuseeländern aus verschiedenen Lebensbereichen an der Beerdigung teilzunehmen, um im Namen aller Neuseeländer unseren Respekt zu erweisen“, sagte Ardern. Die Queen wurde in Neuseeland sehr geliebt und bewundert.

Der australische Premierminister Anthony Albanese kündigte an, zehn Bürger mit ihm nach London reisen zu dürfen. Am Dienstag wurde die Liste der ausgewählten Australier veröffentlicht, die eine exklusive Einladung zum Staatsakt erhalten haben. Dies sind verdiente Frauen und Männer aus allen Teilen des Landes. Albanese twitterte, er erfülle damit einen Wunsch des britischen Königshauses. Australien und Neuseeland sind Teil des Commonwealth. Der britische Monarch ist in beiden Ländern Staatsoberhaupt.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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