Dienstag, Oktober 26, 2021
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Ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verurteilt

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Das Landgericht Leipzig hat gegen Frauke Petry ein Bußgeld verhängt. Die Ex-AfD-Chefin soll sich im Rahmen der Insolvenz ihres Unternehmens strafbar gemacht haben. Sie will gegen das Urteil vorgehen.

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry ist des Subventionsbetrugs, Untreue und Steuerhinterziehung schuldig gesprochen worden. Das Landgericht Leipzig verurteilte den 46-Jährigen am Dienstag zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro.

In dem Verfahren ging es um Finanzierungen, die Petry 2014 beantragt hatte, um ihr damaliges Unternehmen zu beraten. In Wirklichkeit soll sie mit dem Geld aber Rechnungen beglichen haben, die im Zuge ihrer Privatinsolvenz angefallen waren.

Petry, promovierter Chemiker, war Geschäftsführer einer Firma, die eine Mischung zum Schutz vor Reifenpannen verkaufte. Petry hat das Produkt gemeinsam mit ihrer Mutter, die ebenfalls Chemikerin ist, entwickelt. Doch das Unternehmen geriet auf dem hart umkämpften Automobilzuliefermarkt in Schwierigkeiten, musste einmal Insolvenz anmelden und startete dann mit neuen Gesellschaftern neu. Petry selbst musste Privatinsolvenz anmelden. Ihr damaliger Berater hat den Prozess mit einer Anzeige eingeleitet.

Das Landgericht Leipzig sprach den ehemaligen Landtags- und Bundestagsabgeordneten 2020 in erster Instanz frei. Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch Berufung eingelegt und eine Geldstrafe von 12.000 Euro gefordert. Petry reagierte empört auf das Urteil des Landgerichts. Ihr Ehemann Marcus Pretzell, der sie als Verteidiger vertreten hatte, sagte auf die Frage, ob sie Revision einlegen werde: „Davon können Sie ausgehen!“

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