Dienstag, Dezember 6, 2022
StartNACHRICHTENEhemaliger FIFA-Sprecher im Gespräch: „Offensichtlich ein komplettes Versagen der FIFA“

Ehemaliger FIFA-Sprecher im Gespräch: „Offensichtlich ein komplettes Versagen der FIFA“

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Ex-Pressesprecher Koch erklärt live auf ZDFheute, warum er sich wenig um politische Botschaften im Sport kümmert, aber das Vorgehen der Fifa im „One Love“-Skandal nicht versteht.

Vor dem ersten WM-Spiel am Mittwoch protestierte die Fußball-Nationalmannschaft gegen das Verbot der „One Love“-Augenbinde vor dem ersten WM-Spiel am Mittwoch, deren Mund beim Mannschaftsfoto demonstrativ bedeckt war. Auch Nancy Faeser zeigte Flagge: Der Innenminister trug die Schärpe auf der Tribüne.

Es ist das Thema, das die ersten Etappen dieser umstrittenen Weltmeisterschaft in Katar charakterisiert. Auch der frühere Fifa-Sprecher Alexander Koch sieht die Zensur durch den Weltfußballverband kritisch. Bei ZDFheute kommentierte er unter anderem …

„Ich glaube nicht, dass ihm jemand glaubt. Und das ist wahrscheinlich ein Albtraum für die FIFA-Kommunikationsabteilung, weil alle den Kopf geschüttelt und sich gefragt haben, was in sie gefahren ist, so eine Rede zu halten. Und dem kann ich mich anschließen – total bizarr.“

„Ich weiß nicht, ob er wirklich empfehlenswert ist, er macht vieles selbst. Nun, zumindest innerhalb der FIFA hat kaum jemand Zugriff auf ihn und entscheidet selbst.“

„Ich finde es absolut fair, jemanden zu verwarnen, der auf dem Platz solche politischen Äußerungen macht, weil er dort einfach nichts zu suchen hat, weil er dem Sport schadet.“

„Aber was ich jetzt erfahren habe, ist, dass diese sieben Verbände im September einen Antrag auf Verwendung dieser ‚One Love‘-Armbinde eingereicht haben besprich es.

Übrigens weiß ich auch, dass viele Personen innerhalb der FIFA, die sich mit diesen Themen befassen, nicht einmal wussten, dass ein Antrag gestellt wurde. Das wurde also auch auf höchster Ebene entschieden und so ist es wirklich ein Schlag ins Gesicht für diese Verbände, die dann kurz vor der WM feststellen, dass man sie übrigens nicht tragen darf, und dann verstehe ich das Unmut. […] Also muss ich Ihnen ehrlich sagen, ich kann nicht verstehen, was es für Infantino oder das Top-Management gekostet hat, dieses Problem so anzugehen.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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