Montag, September 26, 2022
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Ehemaliger italienischer Ministerpräsident: Berlusconi: Putin wurde zum Angriff gedrängt

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Italien wählt am Sonntag eine neue Regierung – und ein bekanntes Gesicht könnte zurückkehren: Silvio Berlusconi. Zuvor hatte der Ex-Premier mit einer Aussage polarisiert.

Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat kurz vor den Parlamentswahlen mit einer Äußerung zu Wladimir Putin für Aufsehen gesorgt. In einem Fernsehinterview am Donnerstagabend sagte der 85-Jährige, der Kreml-Chef sei unter Druck geraten, in die Ukraine einzumarschieren.

„Putin wurde vom russischen Volk, von einer Partei, von seinen Ministern dazu gedrängt, diese Spezialoperation zu erfinden“, sagte Berlusconi gegenüber Rai.

Berlusconi ist ein Freund des russischen Präsidenten und wollte die Invasion nach Ausbruch des Krieges nur ungern verurteilen. Jetzt sagte er:

Darüber hinaus sagte der Parteichef von Forza Italia, der als kleiner Partner in einer rechten Koalition die besten Chancen hat, die Wahlen am Sonntag zu gewinnen, Putin wolle die Regierung von Wolodymyr Selenskyj in Kiew „durch eine Regierung anständiger Menschen“ ersetzen.

Die Äußerungen des Medienunternehmers, der neben seiner Politik auch durch Skandale aufgefallen ist, alarmieren all jene, die befürchten, dass sich Italien nach den Wahlen Russland zuwendet. Neben Berlusconi gehört auch Matteo Salvini zum rechten Block: Der Liga-Chef ist seit Jahren Putin-Fan und kritisiert die westlichen Sanktionen gegen Moskau.

Der Mitte-Rechts-Kandidat Carlo Calenda nannte Berlusconis Auftritt „wirklich tragisch“ und nannte den Gründer von Forza Italia „irgendwas zwischen Putins Pressesprecher und Militärberater“. Der frühere Präsident des Rates der Sozialdemokraten, Enrico Letta, twitterte am Freitag: „Es gibt keine Worte, um es zu kommentieren.“

Am Donnerstag provozierte die russische Botschaft in Rom einen Facebook-Post mit Fotos von italienischen Politikern bei Treffen mit Putin in den Vorjahren.

Unter ihnen waren Berlusconi und Salvini, aber auch andere Aktivisten wie Letta, Giuseppe Conte, Matteo Renzi oder Luigi Di Maio und sogar der Präsident Sergio Mattarella und sein Vorgänger Giorgio Napolitano. „Aus der jüngeren Geschichte der italienisch-russischen Beziehungen“, lesen wir. „Wir müssen uns an einige von ihnen erinnern.“

Weitere Informationen zu den bevorstehenden Wahlen in Italien:

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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