Freitag, Juni 24, 2022
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Ein Todesopfer nach einer Schießerei an einer Universität in Nordrhein-Westfalen

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Der 30-jährige Dozent starb am späten Samstagnachmittag. Am Freitag griff der mutmaßlich psychisch kranke Täter an der Hochschule in Hamm vier Menschen mit einem Messer an.

Der mutmaßliche Täter wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Die anderen drei Verletzten befinden sich nicht oder nicht mehr in Lebensgefahr. Nur das beherzte Eingreifen vieler Zeugen verhinderte weitere Opfer.

Bereits drei Minuten nach den ersten Notrufen waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort. Studenten hielten den Täter fest, bis die Polizei eintraf. Die Polizei spricht von Amok und geht von versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung aus. 400 Einsatzkräfte seien gestern im Einsatz gewesen, darunter viele Spezialkräfte, berichtet der Einsatzleiter.

Der Täter befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Klinik. Der Angeklagte hatte sich erst kurz vor der Tat aus einer Psychiatrie entlassen, wo er nach einem Suizidversuch behandelt worden war.

Er soll sich verfolgt gefühlt haben. Deshalb wollte er laut Polizeipräsident Thomas Kubera Anfang April Anzeige bei der Polizei Hamm erstatten. Ihm wurde damals gesagt, dass seine Probleme nicht von der Polizei gelöst werden könnten. Eine Eigen- und Fremdgefährdung wurde zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen. Die Ermittler werten die Tat zum jetzigen Zeitpunkt als spontane Tat.

Auf die Frage, warum der offensichtlich schwer psychisch kranke und unter Wahnvorstellungen leidende Mann überhaupt aus der Psychiatrie entlassen wurde, antwortete die Staatsanwaltschaft, dass der 34-Jährige freiwillig wegen Selbstverletzung dort gewesen sei und nicht unter Zwang bzw durch eine polizeiliche Anordnung. Er konnte also gehen. Er ging, weil er sich dort schlecht behandelt fühlte.

Der Mann – ein langjähriger Student – ​​gab die Tat vor dem Haftrichter zu. Er verwechselte die Leute an der Universität mit Mitgliedern einer Gruppe, die darauf aus war, ihn zu töten. Er war mit zwei Messern bewaffnet und wollte Menschen töten. Weil er seine Opfer heimtückisch angegriffen hat, wird ihm versuchter Mord vorgeworfen. Hinweise auf politische Motive gibt es nicht. Anscheinend waren seine Opfer alle zufällig.

Diese: wdr.de



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