Samstag, Dezember 10, 2022
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Einkommensteueränderungen: Wie entlastet das Inflationsausgleichsgesetz?

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Es soll Steuerzahler vor Kaltprogression schützen: das Inflationsausgleichsgesetz, aber wie funktioniert es und wo hilft es dem Einzelnen?

Am Freitag wurde ein weiterer Baustein zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger beschlossen: Der Bundesrat hat das Inflationsausgleichsgesetz verabschiedet, das insbesondere auf eine Senkung der Steuerlast abzielt.

Es ist Teil des dritten Hilfspakets zur Abfederung des massiven Preisanstiegs nach dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

Der entscheidende Punkt ist die Bekämpfung der sogenannten kalten Progression. Der Begriff beschreibt den Effekt, dass jemand durch eine Lohnerhöhung in einen höheren Steuersatz rutscht, der höchstens die Inflation kompensiert. Das bedeutet letztlich, dass der Betroffene weniger Geld in der Tasche hat als seine Kaufkraft. Zum Ausgleich werden ab 2023 die Einkommensteuersatz-Referenzwerte angehoben – höhere Steuersätze gelten nur, wenn das zu versteuernde Einkommen höher ist als derzeit.

Zum Beispiel die maximaler Steuersatz 2023 nur noch von einem Jahreseinkommen von 62.810 Euro fällig und 2024 ab 66.761 – aktuell liegt die Grenze bei 58.597 Euro. Lediglich die sogenannte Vermögensteuer für besonders hohe Einkommen bleibt unverändert.

Grund dafür ist, dass die Inflation sehr hohe Niveaus erreicht und die Bundesregierung davon ausgeht, dass dies vorerst anhalten wird. Auch die Schwelle, ab der der Solidaritätsbeitrag für die höchsten Einkommen erhoben wird, wurde angehoben.

Grundsätzlich gilt: Je höher das Einkommen, desto größer die Steuerersparnis in Euro und Cent. Nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen a Doppelhaushälfte mit zwei Kindern und ein Jahreseinkommen von 56.000 Euro aufgrund von Änderungen im nächsten Jahr plus 800 Euro weniger Steuern zählen, 2024 sollte mehr als 1200 Euro sein.

Von den Maßnahmen profitieren insgesamt rund 48 Millionen Steuerzahler, allein 2023 sind es rund 16 Milliarden Euro.

Ab dem 1. Januar 2023 wird die Familienbeihilfe erhöht, auch die Einstufung nach der Reihenfolge der Kinder entfällt: Künftig zahlt der Staat den Eltern 250 Euro pro Kind. Bisher sind es 219 Euro für das erste und zweite Kind, 225 Euro für das dritte Kind und 250 Euro für jedes weitere Kind.

Auch der Kindesunterhalt wird erhöht. Auch der sogenannte Unterhaltshöchstbetrag wird erhöht: Das ist der Höchstbetrag, der jährlich beim Unterhaltsfreibetrag beispielsweise für ein studierendes Kind steuerlich abgesetzt werden kann.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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