Samstag, Oktober 1, 2022
StartNACHRICHTENEinsatz in Mali ausgesetzt Bundeswehr erneut ohne Überfluggenehmigung

Einsatz in Mali ausgesetzt Bundeswehr erneut ohne Überfluggenehmigung

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Bereits im August musste Deutschland den Bundeswehreinsatz in Mali, der unter der Schirmherrschaft der UN stattfand, aussetzen. Grund waren Spannungen mit den Machthabern vor Ort. Nun fehlt erneut eine Überfluggenehmigung – mit Folgen für den Einsatz.

Eine fehlende Überfluggenehmigung behindert erneut den Einsatz der Bundeswehr im westafrikanischen Mali. Landungen und Überflüge zur medizinischen Evakuierung des deutschen Einsatzkontingents für die UN-Mission Minusma seien derzeit ausgesetzt, sagte ein Sprecher des Einsatzkommandos in Schwielowsee bei Potsdam auf Anfrage.

Damit war die Rettungskette unterbrochen. Da die Sicherheit der Soldaten dadurch nicht gewährleistet werden kann, finden derzeit keine Einsätze statt. Zuvor hatte der NDR berichtet, dass die Bundeswehr ihre Aufklärungsflüge in dem westafrikanischen Land erneut einstellt. In der ersten Septemberhälfte war die nötige Überfluggenehmigung noch vorhanden, seit diesem Freitag jedoch nicht mehr, wie die Einsatzleitung mitteilte.

Zuletzt hatte es vermehrt Spannungen zwischen den Machthabern und der UN-Mission gegeben, für die Deutschland Soldaten stellte. Die malische Regierung hat der Bundeswehr wiederholt Überflugrechte für Militärflugzeuge verweigert. Am 12. August stellte Deutschland die Operation ein, nahm die Aufklärungsmission jedoch Anfang September wieder auf.

Mali mit rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und ist politisch äußerst instabil. Seit dem jüngsten Putsch im Mai 2021 wird das Land von einer Militärinterimsregierung geführt. Europäische Staaten kritisieren ihre militärische Zusammenarbeit mit Russland.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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