Samstag, Mai 21, 2022
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Eishockey: Deutschland unterliegt zum WM-Start Kanada

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Kanadas Stars aus der NHL waren zu stark: Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft kassierte zum Auftakt der WM eine verdiente Niederlage gegen den Titelverteidiger mit 3:5 (0:2, 1:3, 2:0).

Titelverteidiger Kanada gegen den letztjährigen WM-Vierten Deutschland. Das Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft könnte als das eigentliche Spitzenspiel der WM-Kämpfe in Finnland gelten – auch wenn die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Spielen kaum überzeugen konnte.

Die Mannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm wollte den Kanadiern kämpferisch und mutig begegnen. Eine Taktik, die bei der letzten WM in Lettland zu einem 3:1-Erfolg in der Vorrunde gegen den späteren Titelträger führte.

Doch dieses Mal waren die Ahornblätter aus Amerikas Norden nicht überrascht. Sie gingen ihrerseits packend und körperlich hart zu Werke und störten die deutsche Mannschaft früh. Und immer wenn Tim Stützle, der Star der deutschen Mannschaft, auf dem Eis stand, griffen ihn die Kanadier spürbar hart an.

All das beeindruckte die deutsche Mannschaft, zumal die Kanadier schnell auf 1:0 stellten: Nachdem ein deutscher Spieler im eigenen Drittel eine Scheibe verloren hatte, schmetterte der erst 18-jährige Cole Sillinger die Scheibe über die Fanghand ins Netz von Torhüter Philipp Grubauer in der 9. Minute. Der deutsche Goalie stand schon mehrfach im Rampenlicht und hatte in der ersten Spielminute gegen den frei vor ihm auftauchenden Nick Roy glänzend pariert.

Doch Grubauers Glanzleistung übertrug sich kaum auf seine Teamkollegen – Kanada gestaltete den ersten Abschnitt souverän. Und sorgte für das 2:0: Pierre-Luc Dubois von den Winnipeg Jets schoss – nach einem weiteren deutschen Abwehrfehler – aus dem Handgelenk ins linke Eck (17.).

Zum zweiten Abschnitt kam das deutsche Team mit einer merklich anderen Körpersprache aufs Eis. Nun griffen sie ihrerseits ihre Gegner früh und aggressiv an und hatten schnell ein Chancenverhältnis von 5:0. Die besten Möglichkeiten hatten WM-Debütant Daniel Schmölz und der zweimalige Moritz Seider, der Kanadas Goalie Logan Thompson zweimal testete. Es stand verdient 2:1 (28.): Marc Michaelis traf aus der Stockhand des Keepers, nachdem Leo Pföderl den Puck hart erkämpft hatte.

Der erste deutsche Elfmeter folgte, als Samuel Soramies wegen eines hohen Stocks für zwei Minuten vom Eis gehen musste. Kanada nutzte das eiskalt aus und traf zum 3:1: Brake Batherson passte vors Tor und am Ende war es Dubois, der sein zweites Tor mit dem linken Schienbein aus kurzer Distanz erzielte.

Als sich Stützle dann im Strafraum abkühlen musste, war die Vorentscheidung bereits gefallen: Der junge Kent Johnson schmetterte den Puck ins kurze Eck des Grubauer-Kastens zum 4:1 (34.). Doch damit nicht genug: Nach einer genialen Kombination gelang den Kanadiern noch vor der nächsten Pause das 5:1 (38.) durch Noah Gregor.

Zu Beginn des letzten Drittels bewiesen die Deutschen, dass sie auch eine Mehrheit gebrauchen können. Matthias Plachta nutzte ein 5:3-Überzahlspiel zum 2:5 (52.), als er den Puck ins kanadische Tor klatschte. Und als sich die Kanadier später der nächsten Disziplinlosigkeit hingaben und zwei Spieler weniger auf dem Eis hatten, verkürzte Seider auf 3:5 (53. Minute).

Das deutsche Team hatte sich zurückgekämpft – und riskiert. Nur drei Minuten vor der Schlusssirene verließ Torhüter Grubauer das Eisoval zugunsten eines sechsten Spielers. Es nützte nichts. Kanada brachte über die Zeit die sichere Führung.

Das nächste Spiel – das zweite von insgesamt sieben Vorrundenspielen – bestreitet die deutsche Mannschaft am Samstag (14. Mai 2022) um 19.20 Uhr gegen die Slowakei.

Diese: sportschau.de



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