Freitag, Juni 24, 2022
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Energie-Engpass-Debatte: Lindner ist offen für eine Rückkehr zur Atomkraft

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Der Ausstieg aus der Kernenergie war ein langer Kampf. Aber Putins Angriff auf die Ukraine hat die Karten neu gemischt. Sollen wir zurück zur Atomkraft? FDP-Chef Lindner steht dem offen gegenüber.

Nach Ansicht des FDP-Vorsitzenden Christian Lindner muss Deutschland in der Energiedebatte auch offen über die Rückkehr zur Atomkraft sprechen. „Die Menschen erwarten, dass wegen Klimaschutz, Putin-Sucht und Inflation alle Optionen geprüft werden“, sagte der Finanzminister der „Bild“.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist er noch nicht davon überzeugt, dass sich Neuinvestitionen in die Atomkraft wirklich auszahlen. „Aber Deutschland darf die Augen nicht verschließen vor einer Debatte, die weltweit geführt wird.“

Sein Kabinettskollege und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Verdi) sagte der Tageszeitung: „Zur Kernenergie gibt es nicht mehr viel zu sagen. Das Thema wurde zu Beginn der Legislatur neu aufgegriffen, ohne Ideologien. Die zuständigen Ministerien haben entschieden – und auch politisch“.

Nur die Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 sind in Deutschland noch am Netz und werden voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschaltet.

Das Ministerium für Wirtschaft und Umwelt hatte eine Verlängerung der Frist aufgrund der neuen Situation nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine bereits abgelehnt. Stattdessen sollte die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien vorangetrieben werden. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach sich gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken aus.

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