Montag, Februar 6, 2023
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Entwicklungsminister in Odessa Schulze sagt der Ukraine 52 Millionen Euro zu

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Bei einem Besuch in der Hafenstadt Odessa kündigte Entwicklungsministerin Schulze weitere Hilfen für die Ukraine an: 52 Millionen Euro sollen für den Wiederaufbau mitten im Krieg bereitgestellt werden. Während eines Aufenthalts in Moldawien versprach sie auch der Nachbarrepublik finanzielle Unterstützung.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze hat weitere Unterstützung für die Stromversorgung, Wärmeräume, medizinische Versorgung und kommunale Verwaltungen in Höhe von 52 Millionen Euro zugesagt. 2022 unterstützte das Entwicklungsministerium die Ukraine mit rund 600 Millionen Euro. Nach Angaben ihres Ministeriums vom Freitag traf die SPD-Politikerin am Donnerstag bei einem Besuch in Odessa mit dem stellvertretenden ukrainischen Ministerpräsidenten für Wiederaufbau, Oleksandr Kubrakow, zu Gesprächen über die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit beim Wiederaufbau der Ukraine.

„Die Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser, gerade jetzt im tiefsten Winter, ist einer der Faktoren, die die Widerstandsfähigkeit der ukrainischen Gesellschaft in diesem Krieg bestimmen“, erklärte Schulze. Deshalb brauche die Ukraine nicht nur Waffen, sondern auch zivile Unterstützung, „um stark zu bleiben“. Mit ihrem Besuch wolle sie zeigen, dass Deutschland auch beim Wiederaufbau „solidarisch mit der Ukraine“ sei.

Der Minister besuchte vier Projekte in und um Odessa. Bei einem Besuch in einem Wärmeraum informierte sich Schulze unter anderem über die Rolle der Kommunen bei der Versorgung von Binnenvertriebenen. Dort kommen unter anderem Generatoren und medizinische Geräte aus Deutschland zum Einsatz.

Schulze besuchte auch ein Umspannwerk, das bereits zweimal durch russischen Beschuss beschädigt und anschließend repariert worden war. Das Entwicklungsministerium unterstützt nach eigenen Angaben den ukrainischen Energieversorger Ukrenergo seit vielen Jahren bei der Modernisierung des Stromnetzes und auch bei der Instandsetzung während des Krieges.

Schulze besuchte auch ein Zentrum des UN-Kinderhilfswerks UNICEF, das ebenfalls vom Bundesentwicklungsministerium unterstützt wird. Die Einrichtung hilft Kindern und ihren Familien, Kriegstraumata und Fluchterfahrungen zu verarbeiten.

Mit einem Besuch im Getreidehafen von Odessa wollte Schulze nach Angaben ihres Ministeriums deutlich machen, „dass Deutschland und die Ukraine auch einen gemeinsamen Fokus auf die Lösung globaler Probleme wie der weltweiten Hungerkrise haben“.

Deutschland verstärkt auch seine Unterstützung für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge in der kleinen Nachbarrepublik Moldau. Das Entwicklungsministerium stelle dem Land seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine weitere sieben Millionen Euro und damit insgesamt 149 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Schulze bei einem Besuch in der Grenzregion Stefan Voda. In der Gemeinde nahe der Grenze zur Ukraine übergab Schulze einem Gesundheitszentrum einen Stromgenerator im Wert von rund 37.000 Euro. Auch in Moldawien kommt es wegen russischer Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur immer wieder zu Stromausfällen. Das Land ist zudem stark von Energielieferungen aus der Ukraine und Russland abhängig.

Stefan Voda befindet sich auf der Hauptroute ukrainischer Flüchtlinge. Deutschland hat bisher rund 600.000 Euro mit einem Programm zur Unterstützung der Aufnahme von Flüchtlingen bereitgestellt. Unter anderem wurden Laborgeräte, Autos und psychosoziale Schulungen für Mitarbeiter des Gesundheitszentrums und der Sozialbehörde zur Verfügung gestellt. Ende Dezember hielten sich noch rund 1.000 ukrainische Flüchtlinge in der Region auf, darunter etwa 350 Kinder.

Moldawien hat im Verhältnis zu seiner Bevölkerung von 2,6 Millionen Menschen mehr Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen als jedes andere Land. Ein großer Teil war nach Rumänien und in andere EU-Länder weitergereist. Ende 2022 lebten rund 100.000 Flüchtlinge im Land – das sind rund 4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Schulze sagte, es sei angesichts dessen wichtig, dass dem Land geholfen werde, den sozialen Frieden zu wahren.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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