Samstag, Oktober 1, 2022
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"Er hatte diese Naturgewalt" Der britische Minister bedauert den Sturz Johnsons

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Der britische Verkehrsminister räumt ein, dass Boris Johnson seine Fehler gemacht hat. Doch Grant Shapps vermisst den gestürzten Regierungschef schon jetzt: Er lobt seine Ukraine-Politik, sein Impfprogramm und nicht zuletzt den Brexit. Fazit: Es war ein Fehler, ihn zu stürzen.

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps hat den Sturz von Premierminister Boris Johnson durch die Konservative Partei als schweren Fehler kritisiert. „Ich erkenne voll und ganz an, dass Boris fehlerhaft ist“, sagte Shapps der Zeitung „Times“. Gleichzeitig betonte er: „Wir sind alle auf unterschiedliche Weise fehlerhaft.“ Man hätte vorher wissen können, welche Fehler Johnson gemacht hat, diese waren aufgrund einer Biografie bekannt. Der Minister sagte: „Boris war nicht immer ein Detailmensch.“ Johnson hat nicht alle Dokumente gelesen. „Eine direktere Reaktion auf die Dinge, die schief gelaufen sind, wäre schön gewesen“, sagte Shapps. Aber man muss das Gesamtbild beurteilen.

„Er hatte diese Naturgewalt, um Dinge zu erledigen“, sagte der Minister und verwies auf die Impfkampagne, die „Tausende, vielleicht Millionen von Leben auf der ganzen Welt“, die Unterstützung der Ukraine und „das Durchbrechen der Brexit-Sackgasse“ gerettet habe. „Boris war vielleicht die einzige Person mit der Kraft der Persönlichkeit und Kreativität, um das durchzuziehen“, sagte Shapps.

Johnson hatte nach massiver Kritik Anfang Juli seinen Parteiaustritt angekündigt. Zuvor waren Dutzende konservative Abgeordnete aus Protest gegen seinen Führungsstil von Regierungsämtern zurückgetreten. Während seiner dreijährigen Amtszeit musste sich Johnson wegen zahlreicher Skandale rechtfertigen, darunter die „Partygate“-Affäre um illegale Lockdown-Feiern am Regierungssitz. Letztlich wurde ihm zum Verhängnis, dass er einen Parteikollegen in ein wichtiges Fraktionsbüro gehievt hatte, obwohl er von Vorwürfen wegen sexueller Belästigung gegen den Mann wusste.

Mindestens 160.000 Mitglieder der konservativen Tory-Partei stimmen derzeit über Johnsons Nachfolge ab. Am 5. September wollen die Tories bekannt geben, wer die Nachfolge Johnsons an der Partei- und Regierungsspitze antreten wird. Zur Wahl stehen Außenministerin Liz Truss und Ex-Finanzminister Rishi Sunak. Laut Umfragen ist Truss die Favoritin, doch ihr Konkurrent Sunak hat noch eine Chance.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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