Freitag, Juni 24, 2022
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Erdbeben in Afghanistan: Baerbock verspricht schnelle deutsche Hilfe

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Nach dem verheerenden Erdbeben versprach Außenminister Baerbock Afghanistan schnelle Hilfe. Baerbock zog auch eine Bilanz ihres Afghanistan-Aktionsplans. Demnach könnten 21.000 Schutzbedürftige nach Deutschland gebracht werden.

Den Menschen in Afghanistan zu helfen, ohne das islamistische Taliban-Regime zu unterstützen – vor dieser Herausforderung steht Deutschland auch nach der Erdbebenkatastrophe: „In Momenten wie diesen zählt nur die Menschlichkeit gegenüber Menschen in Not“, betonte Außenministerin Annalena Baerbock.

Auch deutsche Helfer seien bereits auf dem Weg in das Erdbebengebiet, der Grünen-Politiker nannte eigens ein Team der Johanniter. Sie bringen technische Ausrüstung und medizinische Hilfe mit.

Baerbock versprach weitere Unterstützung in den kommenden Tagen, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Dabei war ihr wichtig zu betonen, dass die Hilfe nicht an die Taliban geht, sondern an lokale Partner wie UNICEF oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Der Minister weiß auch, dass Deutschland auf einem schmalen Grat wandelt, indem es humanitäre Hilfe leistet und gleichzeitig die Unterstützung der Taliban vermeidet: „Wer nicht bereit ist, einen schmalen Grat zu gehen, verschließt die Augen vor der Realität oder der eigenen Verantwortung .“

Humanitäre Hilfe und Bemühungen, mehr Schutzbedürftige aus dem Land zu holen, sind Teil eines Afghanistan-Aktionsplans, für den Baerbock jetzt Bilanz gezogen hat: Zwei Drittel aller Aufgenommenen sind inzwischen in Deutschland – insgesamt 21.000 Personen .

Die Bemühungen, Tausende weitere in Sicherheit zu bringen, bezeichnete der Außenminister als „harte Arbeit“. Die Haupthindernisse: Viele Schutzbedürftige haben keinen Pass. Die Taliban haben die Bewegungsfreiheit von Frauen und Mädchen erheblich eingeschränkt.

Baerbock erklärte jedoch, dass es möglich sei, mit dem Nachbarland Pakistan eine Einigung zu erzielen, die legale Ausreiserouten nach Deutschland öffne. Die Umsetzung steht jedoch noch aus.



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