Sonntag, Januar 29, 2023
StartNACHRICHTENErste Erkenntnisse bestätigt Ermittler stellten neue ein "Estland"-vorher melden

Erste Erkenntnisse bestätigt Ermittler stellten neue ein "Estland"-vorher melden

- Anzeige -


Es war eines der schlimmsten Schiffswracks des 20. Jahrhunderts. Als die „Estonia“ vor Finnland sank, starben 852 Menschen. Als Ursache nennen die Behörden eine beschädigte Frontklappe. Aber auch die Theorie einer Explosion gilt. Eine neue Studie kommt nun zu bekannten Ergebnissen.

Der Untergang der Ostseefähre „Estonia“ mit 852 Toten im Jahr 1994 ist eher auf eine defekte Bugluke als auf eine Explosion oder Kollision zurückzuführen. Das war das erste Ergebnis einer neuen Untersuchung des Unglücks, wie die Ermittler aus Estland, Schweden und Finnland in der estnischen Hauptstadt Tallinn mitteilten. Sie unterstützen damit die Schlussfolgerungen der amtlichen Untersuchung zur Unfallursache von 1997. Nachdem eine Dokumentation Zweifel daran aufkommen ließ, wurde 2021 eine neue Untersuchung eingeleitet.

Nach derzeitigem Kenntnisstand gebe es keine Hinweise auf eine Explosion im Bug des Schiffes, heißt es in dem Bericht. Demnach wurden bisher keine Spuren entdeckt, die auf eine Kollision mit einem Schiff oder anderen schwimmenden Objekten hindeuten würden. Die Ausgangsuntersuchung ergab, dass die bereits beschädigte Bugklappe der „MS Estonia“ bei schwerer See abgerissen war. Dadurch war Wasser in das Deck eingedrungen, auf dem die Passagiere ihre Autos geparkt hatten.

Die neue Studie kam zu demselben Ergebnis. Demnach war die Fähre aufgrund der defekten Bugklappe nicht seetüchtig und hätte den Hafen nicht verlassen dürfen. Bei einer ordnungsgemäßen Untersuchung der Wanze hätten „die Defekte im Verriegelungsmechanismus entdeckt werden können und der Unfall wäre wahrscheinlich nie passiert“, heißt es in dem Zwischenbericht. Ein Loch im Rumpf des Schiffes entstand angeblich, als das Schiff auf den Meeresboden aufschlug. Die Position des Felsens unter dem Schiffsrumpf stimmt mit der Verformung des Rumpfes überein.

In der Dokumentation hatten Experten gesagt, dass nur eine massive Kraft von außen die Bugtür aufreißen könne. Diese Einschätzung warf Fragen darüber auf, wie der Unfall tatsächlich passiert ist. Angehörige der Opfer und Überlebende des Unglücks hatten jahrzehntelang für eine tiefergehende Aufklärung der Ursachen gekämpft.

Der Untergang der „MS Estonia“ war einer der schlimmsten Schiffbrüche des 20. Jahrhunderts. 852 Menschen starben, nur 137 Passagiere überlebten. Schweden, Estland und Finnland entschieden sich gegen die Bergung des Wracks und erklärten seine Lage in internationalen Gewässern 1995 offiziell zu einer zu vermeidenden letzten Ruhestätte.

Die schwedischen Dokumentarfilmer wurden wegen Störung der Totenruhe am Wrack der „MS Estland“ zu einer Geldstrafe verurteilt. Für die erneute Prüfung wurden die Vorschriften geändert, die auch Tauchgänge zum Wrack untersagten.

(Dieser Artikel wurde erstmals am Montag, den 23. Januar 2023 veröffentlicht.)

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare