Freitag, August 12, 2022
StartNACHRICHTENErste Fälle bei Minderjährigen Zwei Jugendliche in Deutschland mit Affenpocken infiziert

Erste Fälle bei Minderjährigen Zwei Jugendliche in Deutschland mit Affenpocken infiziert

- Anzeige -


In Deutschland sind bisher mehr als 2700 Affenpocken-Fälle bekannt – erstmals sind auch Minderjährige betroffen. Das RKI meldet Infektionen bei zwei Jugendlichen – sie sollen einem Medienbericht zufolge zwischen 15 und 17 Jahre alt sein.

Rund drei Monate nach dem ersten Affenpocken-Nachweis in Deutschland spricht das Robert Koch-Institut (RKI) erstmals von bekannten Infektionen bei Minderjährigen. Bis auf zwei Jugendliche handelt es sich bei allen Fällen um Erwachsene, so die Lageeinschätzung des RKI vom Dienstag. Laut „Spiegel“ sollen die Betroffenen zwischen 15 und 17 Jahre alt sein.

Wie einer RKI-Datenbank zu entnehmen ist, stammen die Fallmeldungen aus Stuttgart und Erfurt, beziehen sich auf die erste Julihälfte (Berichtswoche 27 und 28) und auf männliche Jugendliche. Insgesamt wurden dem RKI inzwischen 2724 Infektionen aus allen Bundesländern übermittelt, fast ausschließlich Männer.

„Nach derzeitigem Kenntnisstand finden die Übertragungen bei diesem Ausbruch vor allem im Rahmen sexueller Aktivitäten statt, derzeit vor allem unter Männern, die sexuelle Kontakte zu anderen Männern haben“, erklärt das RKI. „Bisher wurden in Deutschland nur fünf weibliche Fälle gemeldet.“ Die Inzidenz in Berlin ist mit Abstand am höchsten.

„Soweit bekannt, werden die meisten Betroffenen nicht ernsthaft krank“, schreibt das RKI. Die Sterblichkeitsrate in Ländern außerhalb Afrikas sei nach wie vor „äußerst niedrig“, sagte der Leiter der Ambulanz für Infektiologie und Immunologie am Universitätsklinikum Bonn, Jürgen Rockstroh, auf Anfrage.

In den vergangenen Tagen wurden mehrere Todesfälle durch Affenpocken in Ländern bekannt, für die die Krankheit neu ist – zwei davon in Spanien. Dafür sieht der Experte jedoch mehrere Gründe: So hätte die Ausrufung eines Gesundheitsnotstands mit internationalen Auswirkungen durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor wenigen Tagen zu einer verbesserten Überwachung führen können. Gleichzeitig gibt es weltweit mittlerweile mehr als 20.000 Fälle, sodass weitere Fälle ausgewertet werden.

Rockstroh betonte zudem, dass Erkrankungen der Betroffenen erfasst werden müssten, um Faktoren zu finden, die das Risiko einer Krankenhauseinweisung und des Todes erhöhen. Schwere Immunsuppression scheint das Risiko eines ungünstigen Ergebnisses zu erhöhen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare