Samstag, Oktober 1, 2022
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Erste UN-Generalversammlung seit Ausbruch der Pandemie

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Erstmals seit Ausbruch der Pandemie versammeln sich Politiker aus aller Welt zur UN-Generaldebatte in New York. Krieg in der Ukraine, Lebensmittelkrise, hohe Preise – die Liste der Probleme ist lang. Was zu erwarten ist

Den Ton für diese 77. UN-Generaldebatte gab gestern die amerikanische Dichterin Amanda Gorman an: „Alles, worum ich Sie bitte, ist, dass Sie sich darum kümmern, bevor es zu spät ist. Dass Sie sorgsam leben. Dass Sie diesen Weckruf hören. Ich fordere Sie auf, sich mit unserem Schicksal zu beschäftigen, aber vor allem bitte ich Sie, Gutes zu tun, damit die Welt groß werden kann.“

Als vor zwei Jahren US-Präsident Joe Biden vereidigt wurde, erregte der 24-Jährige weltweite Aufmerksamkeit. Nun soll sie dazu beitragen, dass die Staatsoberhäupter, die in dieser Woche nach New York kommen, angesichts von Krieg und Krisen nicht den Blick fürs große Ganze verlieren.

Themen gibt es genug: der Krieg in der Ukraine, die daraus resultierende Nahrungsmittelkrise, die Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie und der wirtschaftliche Niedergang in vielen Regionen der Welt durch Rezession und hohe Zinsen.

Achim Steiner, Leiter des UN-Entwicklungsprogramms, hofft daher auf mehr Dialog. Die Generalversammlung ist ein Moment, in dem die Welt zusammenkommt. Mit Blick auf Herausforderungen, „mit denen wir uns derzeit beschäftigen, seien es Krieg, Krisen, Klimawandel, die Kostenexplosion auf den Weltmärkten“, betonte Steiner: „Die Welt steht unter Stress und sie müssen miteinander reden , und das müssen sie vor allem, trotz aller Unterschiede miteinander handeln können.“

Dass sich zu dieser Generaldebatte mehr als 140 Staats- und Regierungschefs angemeldet haben, ist ein gutes Zeichen für den ranghöchsten Deutschen bei den Vereinten Nationen. Zwar gebe es die „Versuchung, sich erstmal zurückzuziehen, ins eigene Land, in die eigene Region. Aber das löst die Probleme unserer Zeit im Grunde nicht mehr. Wir sind so miteinander vernetzt, sei es Wirtschaftspolitik oder sei es Sicherheitspolitik.“ sondern auch zum Thema Klimawandel, Energiesicherheit.“

So viele Themen für diese erste Generaldebatte, die wieder komplett vor Ort in New York stattfinden wird. Mit einer Ausnahme: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj darf eine Videobotschaft senden.

Bundeskanzler Olaf Scholz ist für Deutschland nach New York gereist, um erstmals bei einer UN-Generaldebatte zu sprechen. Außenministerin Annalena Baerbock wird im Laufe der Woche an weiteren hochrangigen Treffen teilnehmen. Denn die Probleme der Welt sind vielfältig, sagt Steiner:

Die Generaldebatte wird wegen der Trauerfeierlichkeiten für die verstorbene britische Königin Elizabeth II. etwas anders verlaufen als sonst: Der US-Präsident – sonst traditionell zweiter Redner nach Brasilien am ersten Tag – wird erst am Mittwoch sprechen.

Die Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow wird Ende der Woche erwartet. Präsident Wladimir Putin kommt nicht nach New York. Deshalb rechnet kaum jemand mit schnellen Fortschritten in Richtung Frieden in der Ukraine. Auch die Aussichten auf eine baldige Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran sind eher dürftig.

Dennoch stellt UN-Generalsekretär Antonio Guterres ähnliche Forderungen wie der Dichter Gorman: „In der diesjährigen Generaldebatte muss es darum gehen, Hoffnung zu schaffen und die dramatischen Spaltungen in der Welt zu überwinden. Diese Hoffnung kann nur durch Dialog und Diskussion entstehen. Das ist der Kern der Vereinten Nationen. Diese Hoffnung muss sich gegen alle Spaltungen durchsetzen.“



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Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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