Donnerstag, Februar 2, 2023
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Erster Besuch nach dem Krieg: Lambrecht sichert das Flugabwehrsystem der Ukraine

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Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat am Samstag überraschend die Ukraine besucht. Dort versprach er die schnelle Lieferung des Luftverteidigungssystems Iris-T SLM.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht ist zum ersten Mal seit Kriegsbeginn in die Ukraine gereist. In der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer wurde die SPD-Politikerin am Samstag von ihrem ukrainischen Amtskollegen Oleksiy Resnikov empfangen. Lambrecht hat zugesagt, innerhalb weniger Tage eine erste Einheit des bereits zugesagten Bodenluftverteidigungssystems Iris-T SLM zu liefern. Auch die Bundeswehr verfügt noch nicht über das State-of-the-Art-System.

Kurz vor dem aus Sicherheitsgründen zunächst geheim gehaltenen Besuch trafen ukrainischen Quellen zufolge zwei russische Iskander-Raketen ein Industriegebiet in Odessa. Niemand wurde verletzt. Am Nachmittag musste Lambrecht selbst wegen eines Flugabwehralarms vorübergehend in einen Bunker.

Im Hafen von Odessa erfuhr der Minister vom Einsatz eines von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Flugabwehrpanzers Gepard. Deutschland lieferte insgesamt 30 dieser Panzer, darunter rund 6.000 Granaten, in das von Russland angegriffene Land. Das System trage zum Schutz „kritischer Infrastruktur“ und zur Abwehr russischer Luftangriffe bei, sagte er im Getreidehafen. Von dort wird ukrainischer Weizen über das Schwarze Meer in die Welt exportiert, nachdem Lieferungen von Russland lange Zeit blockiert waren. Lambrecht sprach auch mit dem in Deutschland ausgebildeten Gepard-Team.

Ein geplanter Besuch in der etwa 40 Kilometer von der Front entfernten Stadt Mykolajiw musste aus Sicherheitsgründen wegen drohender russischer Artillerie- und Raketenangriffe abgesagt werden. In der Gegend wollte Lambrecht zunächst gemeinsam mit Reznikov Waffenlager, Ausbildungsstätten und Minenräumungsaktivitäten besichtigen.

Gemeinsam mit Resnikov tauschte sich Lambrecht mit Kommandeuren über die Lage und den Einsatz der von Deutschland bereitgestellten Militärtechnik aus. Der Minister nahm auch an der Auszeichnung für verdiente Soldaten im Krankenhaus teil. Lambrecht hat bei seinem Besuch kein Modell der von der Ukraine geschätzten Panzerhaubitze 2000 gesehen. Zu diesem Zweck besuchte der Minister einen mit Bunkern befestigten Verteidigungsposten bei Odessa. Dort wurde ihr unter anderem ein von den Russen erbeuteter Panzer gezeigt.

Lambrecht versprach Kiew die rasche Lieferung einer Einheit des Luftverteidigungssystems Iris-T SLM. Deutschland will der Ukraine zunächst vier der Systeme für jeweils 140 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Finanzierung für drei weitere Systeme ist gesichert. Eine Einheit besteht aus vier Fahrzeugen: einer Feuerleiteinheit und drei Raketenwerfern. Es soll eine mittelgroße Stadt vor Luftangriffen schützen können. Nach Angaben des deutschen Herstellers Diehl Defence ermöglicht das System Schutz vor Angriffen durch Flugzeuge, Helikopter, Marschflugkörper und ballistische Kurzstreckenraketen. Es ist laut Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Deutschlands modernstes Flugabwehrsystem.

Lambrecht war bereits nach Moldawien gereist, wo sie ihre Bereitschaft bekräftigte, die Zusammenarbeit mit ihrem ukrainischen Nachbarn bei der Ausbildung und Ausrüstung von Soldaten zu intensivieren. Das kleine Land ist vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine besonders hart getroffen worden und leidet zudem enorm unter den Folgen der Corona-Pandemie. Zahlreiche Flüchtlinge sind aus der Ukraine nach Moldawien gekommen.

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Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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