Montag, November 29, 2021
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Erster Fall in Israel Corona-Variante aus Südafrika beunruhigt Lauterbach

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In einigen Ländern gelten bereits Einreisebeschränkungen, jetzt auch in Deutschland. Die neue Corona-Variante im südlichen Afrika beschäftigt nicht nur die WHO, sondern auch die exekutive Bundesregierung. Auch SPD-Experte Lauterbach ist besorgt.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist besorgt über die neue Corona-Variante im südlichen Afrika. „Wir müssen Zeit gewinnen. Nichts ist schlimmer als eine neue Variante in einer laufenden Welle“, schrieb der Sozialdemokrat, der auch als potenzieller neuer Bundesgesundheitsminister zumindest im Gespräch ist, auf Twitter. Sollten sich vorläufige Daten als richtig erweisen, „müssen unverzüglich Reisebeschränkungen verhängt werden“.

Inzwischen hat der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärt, dass Deutschland Südafrika wegen der neu aufkommenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklärt. Die Regelung tritt in der Nacht auf Samstag in Kraft, Fluggesellschaften dürfen dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern. Bei Bedarf sind auch Nachbarländer in Südafrika betroffen.

Die Entscheidung wurde bereits von Kanzleramtschef Helge Braun angedeutet. „Die Wissenschaftler sind alle sehr alarmiert“, sagte Braun in der ARD. Der CDU-Politiker forderte eine schnelle Reaktion. Großbritannien, Israel und Japan haben wegen der potenziell sehr gefährlichen Variante bereits vorsorglich den Flugverkehr auf die Staaten der Region eingeschränkt.

Der designierte Bundesverkehrsminister Volker Wissing verwies bei Maßnahmen gegen die neue Coronavirus-Variante auf die Exekutive von Angela Merkel. „Das muss die noch amtierende Bundesregierung entscheiden“, sagte der FDP-Politiker im Deutschlandfunk. Er empfiehlt aber „auch Maßnahmen im Flugverkehr“.

Experten befürchten, dass die Variante B.1.1529 nicht nur aufgrund einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Mutationen hoch ansteckend ist, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Braun betonte, deshalb würden auch Gespräche mit dem Robert Koch-Institut (RKI) geführt. In Israel wurde nach offiziellen Angaben eine Person identifiziert, die mit einer neuen Variante des Coronavirus infiziert war, die erstmals in südafrikanischen Ländern entdeckt wurde. Bei zwei weiteren Personen handele es sich um Verdachtsfälle, die noch auf ihre Testergebnisse warten, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Sie befinden sich in Quarantäne.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO prüft derzeit, ob die neue Corona-Variante als besorgniserregend einzustufen ist. Das sagte die WHO-Expertin Maria van Kerkhove gestern Donnerstag in einem Briefing. Außerdem wird geprüft, inwieweit die Variante auch Konsequenzen für Diagnostik, Therapien und Impfkampagnen hat. „Es wird einige Wochen dauern, bis wir die Auswirkungen dieser Variante verstehen“, sagte Kerkhove.

Die WHO hat mehrere Kategorien für die verschiedenen Corona-Varianten. Eine davon ist die Kategorie Variant of Concern. Eine der „Besorgniserregenden Varianten“ ist die derzeit in Deutschland vorherrschende Delta-Variante des Coronavirus. Zu den Merkmalen einer solchen Variante kann beispielsweise gehören, dass sie nachweislich die Übertragbarkeit des Coronavirus erhöht.

Die Corona-Variante B.1.1529 ist bisher im südlichen Afrika aufgetaucht. Experten befürchten, dass es aufgrund einer ungewöhnlich großen Zahl von Mutationen hoch ansteckend sein könnte und auch leichter den Schutzschild der Impfstoffe durchdringen könnte. Großbritannien, Israel und Japan schränkten deshalb vorsorglich den Flugverkehr auf einige Länder im südlichen Afrika ein.

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