Donnerstag, Januar 20, 2022
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Erstmals mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen

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Die Inzidenz hat mit 470,6 einen neuen Höchststand erreicht. Mit 92.223 Fällen registrierte das RKI zudem eine Höchstzahl an Neuinfektionen. Die Riegel warnen vor Überlastung – denn die Omikron-Variante dominiert inzwischen auch hierzulande.

Die Zahl der innerhalb eines Tages an das Robert-Koch-Institut (RKI) übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90.000 Fällen überschritten. Innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter laut RKI 92.223 Fälle. Erst am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 81.417 Fällen einen neuen Höchststand erreicht. Vor einer Woche wurden 56.335 Neuinfektionen verzeichnet, mit Lücken bei Tests und Meldungen im Laufe der Feiertage.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen neuen Höchststand. Am Vortag lag der Wert bei 427,7. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0). Der bisherige Höchststand wurde mit einer Inzidenz von 452,4 am 29. November 2021 erreicht.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden 286 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es noch 264 Tote. Die Zahl der Menschen, die an einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben oder daran beteiligt waren, stieg auf 115.337.

7.835.451 Infektionen mit Sars-CoV-2 hat das RKI seit Beginn der Pandemie gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen unentdeckt bleiben. Die Zahl der Genesenen bezifferte das RKI mit 6.914.700.

Bund und Länder hatten im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz als entscheidenden Maßstab für die Verschärfung der Corona-Maßnahmen festgelegt: die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das RKI gab den Wert mit 3,09 (Vortag: 3,13) an.

Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Menschen ist laut Daten des DIVI-Intensivregisters erstmals seit Mitte November wieder knapp unter die 3000er-Marke gefallen. Aufgrund der zu erwartenden weiteren Ausbreitung der omicron-Varianten des Coronavirus sehen Experten jedoch keinen Anlass, für die kommenden Wochen Entwarnung zu geben.

Wie das RKI in seinem aktuellen Wochenbericht berichtet, ist die hochansteckende Omicron-Variante nun auch in Deutschland die dominierende Variante des Coronavirus. Demnach lag der Anteil aller in der ersten Kalenderwoche dieses Jahres übermittelten Fälle bei 73,3 Prozent. In der vergangenen Woche lag der Anteil von Omikron bei 44,3 Prozent. Das RKI schreibt, die fünfte Welle der Pandemie habe in Deutschland mit der Ausbreitung der ansteckenderen Variante begonnen.

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gass, befürchtet angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine starke Belastung der Normalstationen in den Kliniken. „Die steigenden Infektionszahlen werden sich zwangsläufig auch in den Krankenhäusern bemerkbar machen“, sagte Gass dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Niedergelassene Ärzte müssten ihre Patienten stärker ambulant behandeln, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu vermeiden, sagte Gass. Die Krankenhäuser befürchten zudem, dass es bei der Variante des Omicron-Virus zu weiteren Personalengpässen kommt.

Um wichtige Versorgungsbereiche, insbesondere kritische Infrastruktur, auch bei stark steigenden Infiziertenzahlen am Laufen zu halten, hatten sich Bund und Länder auf kürzere Quarantäne- und Isolationszeiten geeinigt. Demnach können sich Infizierte und Kontaktpersonen in der Regel nach sieben Tagen mittels eines PCR-Tests oder eines zertifizierten Schnelltests frei testen und damit die Frist um drei Tage verkürzen.

Nach dem Bundestag, der die Verordnung am Donnerstagabend verabschiedet hat, befasst sich nun der Bundesrat mit den neuen Regeln. Letztlich werden sie dann von den Bundesländern umgesetzt. Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach will eine aktuelle Einschätzung zur Verbreitung der omicron-Variante abgeben. Auf der Bundespressekonferenz wollen neben dem SPD-Politiker auch RKI-Präsident Lothar Wieler und der Berliner Virologe Christian Drosten zu Wort kommen.



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