Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Es fängt immer an "mit Hoffnung" Klimaökonom sieht nur mageren Konferenzerfolg

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Die Ergebnisse der Klimakonferenz in Sharm el Sheikh verhindern laut Klimaökonom Edenhofer ein Scheitern, bringen aber auch keinen wirklichen Fortschritt im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels. Er plädiert dafür, den Fokus weniger auf Konferenzen zu legen, die immer nach dem gleichen Muster ablaufen.

Laut Forscher Ottmar Edenhofer hat die Klimakonferenz in Ägypten nur mäßige Ergebnisse gebracht. „In Sharm el Sheikh wurde ein Scheitern verhindert. Es war kein Durchbruch und es war nur ein sehr, sehr mäßiger Erfolg für das Klima“, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung im „heute journal“ des ZDF. Er appellierte, sich nicht zu sehr auf Klimakonferenzen zu konzentrieren. „Wir sollten auf die Zeit dazwischen schauen, und wir sollten jetzt anerkennen, dass wir nicht nur eine Ambitionslücke haben, sondern auch eine klaffende Umsetzungslücke. Und das muss jetzt angegangen werden.“

Impulse dazu gibt es von dieser Tagung. „Aber sie müssen jetzt ernsthaft umgesetzt werden. Uns läuft die Zeit davon und wir können es uns nicht leisten, jede Klimakonferenz mit der Hoffnung zu beginnen, dass der große Durchbruch kommt. Und dann endet das Ganze wieder in einer Enttäuschung.“

Wirkliche Fortschritte im Kampf gegen den drohenden Klimakollaps brachte die zweiwöchige Klimakonferenz in Ägypten nur in Form von Finanzhilfen für ärmere Länder. Nach jahrzehntelangen Debatten hat sich die Klimakonferenz erstmals auf einen gemeinsamen Topf geeinigt, um Klimaschäden in ärmeren Ländern auszugleichen. Der neue Entschädigungsfonds soll die unvermeidlichen Folgen der Erderwärmung abfedern – etwa immer häufigere Dürren, Überschwemmungen und Stürme, aber auch steigende Meeresspiegel und Wüstenbildung. Besonders gefährdete Entwicklungsländer sind zu bevorzugen.

Edenhofer sagte zu diesem Fonds: „Es ist nicht klar, wer einzahlt. Es ist auch nicht klar, nach welchen Kriterien das Geld verteilt werden soll. Es gibt also noch viel zu verhandeln.“ Die Hauptemittenten wissen jetzt, dass sie künftig für Klimaschäden aufkommen müssen. Dies würde ihnen einen Anreiz geben, Emissionen zu vermeiden. „Aber das ist wirklich ein sehr kleiner Schritt im Vergleich zu dem, was getan werden muss.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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